Um den anhaltenden Kursschwund zu stoppen, greift das Management von Xiaomi tief in die Tasche. Allein an zwei Tagen zum Monatswechsel erwarb der Technologiekonzern fast 13 Millionen eigene Anteile zurück. Diese aggressive Maßnahme offenbart den aktuellen Spagat des Unternehmens: Während das Elektroauto-Geschäft mit Rekordzahlen floriert, zehren die immensen Expansionskosten spürbar an der Profitabilität.
Erfolgreiche Auto-Offensive
Im operativen Geschäft liefert die Automobilsparte derzeit beeindruckende Wachstumsraten. Das frisch überarbeitete Elektro-Sportmodell SU7 verzeichnete in der ersten Auslieferungswoche bereits bis zu 5.000 übergebene Fahrzeuge. Unmittelbar nach der Präsentation gingen innerhalb von gut einer halben Stunde 15.000 verbindliche Bestellungen ein. Für das Gesamtjahr 2026 peilt CEO Lei Jun nun die Auslieferung von 550.000 Fahrzeugen an. Ein wesentlicher Treiber dieser Strategie ist das SUV-Modell YU7, das die chinesischen Verkaufsstatistiken in seinem Segment seit Monaten anführt.
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Wachstumsdelle drückt auf die Stimmung
Trotz dieser Verkaufsrekorde notiert das Papier mit aktuell 3,59 Euro nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 3,44 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf rund 20 Prozent. Verantwortlich für diese Diskrepanz zwischen operativer Dynamik und Marktbewertung ist der jüngste Jahresabschluss. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete der Konzern einen Rückgang des bereinigten Nettogewinns um 23,7 Prozent auf 6,3 Milliarden Yuan – der erste vierteljährliche Gewinnrückgang seit Ende 2022. Marktbeobachter werten dies als klares Signal für den enormen Kostendruck: Die rasante Skalierung der Elektroauto-Produktion und milliardenschwere Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz belasten die Margen derzeit erheblich.
Mit einem Kassenbestand von über 100 Milliarden Yuan und einer soliden Bruttomarge von 21,7 Prozent im angestammten Smartphone-Geschäft verfügt Xiaomi über ein starkes finanzielles Fundament. Die massiven Aktienrückkäufe im Volumen von über 410 Millionen Hongkong-Dollar demonstrieren die Zuversicht des Managements, die kapitalintensive Aufbauphase im Mobilitätssektor aus eigener Kraft zu finanzieren und die Profitabilität nach der aktuellen Expansionswelle wieder zu steigern.
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