Mit über 20.000 ausgelieferten Elektrofahrzeugen im März 2026 beweist Xiaomi, dass die Transformation zum Mobilitätskonzern an Fahrt aufnimmt. Allerdings spiegelt sich dieser operative Erfolg der noch jungen Automobilsparte kaum in der Marktbewertung wider. Stattdessen belasten schrumpfende Margen im Smartphone-Kerngeschäft den Technologiekonzern und zwingen das Management zu Stützungskäufen an der Börse.
Produktionsrekord und Stützungskäufe
Der jüngste Meilenstein von 20.000 produzierten Einheiten in einem einzigen Monat unterstreicht die schnelle Skalierungsfähigkeit in der wettbewerbsintensiven chinesischen Elektro-Branche. Für das Gesamtjahr peilt das Management nun ehrgeizige 550.000 Fahrzeugauslieferungen an. Parallel zu dieser Expansion greift das Unternehmen tief in die Kasse, um den eigenen Börsenwert zu verteidigen. Am Dienstag erwarb Xiaomi 7,9 Millionen eigene B-Aktien.
Diese Maßnahme folgt auf eine anhaltende Schwächephase: Seit Jahresanfang hat das Papier 20,82 Prozent an Wert verloren. Mit einem Schlusskurs von 3,56 Euro am Mittwoch bewegt sich der Titel aktuell nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief.
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Smartphone-Sparte bremst
Verantwortlich für die Zurückhaltung der Anleger ist primär das traditionelle Kerngeschäft. Im vierten Quartal 2025 fiel die Bruttomarge bei Smartphones deutlich von zwölf auf 8,3 Prozent. Gestiegene Kosten für Speicherkomponenten lassen sich derzeit nur unzureichend an die Endkunden weiterreichen. Ein völlig anderes Bild zeichnet die Automobilsparte, die mit einer Marge von 24,3 Prozent bereits operativ hochprofitabel arbeitet und wesentlich zum bereinigten Nettogewinn des vergangenen Jahres beitrug.
Gleichzeitig erfordert die Doppelstrategie massive Investitionen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kletterten 2025 um 38 Prozent auf 33 Milliarden CNY. Diese Mittel fließen vor allem in das autonome Fahren und die für 2027 geplante Europa-Expansion der Modelle SU7 und YU7.
Um die Diskrepanz zwischen dem operativen EV-Hochlauf und der schwachen Aktienperformance aufzulösen, muss Xiaomi die Profitabilität im Elektronikgeschäft zeitnah stabilisieren. Gelingt es dem Konzern, die angekündigten Preissteigerungen bei Smartphones im laufenden zweiten Quartal ohne nennenswerte Marktanteilsverluste durchzusetzen, würde dies den finanziellen Spielraum für die kostenintensive internationale Auto-Expansion absichern.
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