Xiaomi bereitet seinen Eintritt in den europäischen Elektroautomarkt systematisch vor — und holt sich dafür gezielt Expertise vom Wettbewerber. Mit Dieter Lorenz wechselt ein erfahrener Tesla-Manager an Bord, der künftig als Head of Delivery & Logistics Europe die operative Infrastruktur für den geplanten Marktstart 2027 aufbauen soll.
Lorenz war über sechs Jahre bei Tesla tätig und verantwortete als Senior Manager of Delivery Operations den Aufbau der Logistiknetze in Deutschland, Polen und Tschechien. Seine Kernaufgabe bei Xiaomi: Fahrzeuge effizient vom Hafen bis zum Endkunden zu bewegen. Berichten zufolge ist er nicht der einzige Neuzugang mit Tesla-Hintergrund — Xiaomi scheint eine breitere Rekrutierungsoffensive für Fachkräfte mit Erfahrung in der EV-Logistik gestartet zu haben.
Starke Heimatbasis, offene Europa-Fragen
Im Heimatmarkt läuft das Automobilgeschäft unterdessen auf Hochtouren. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Elektrofahrzeugauslieferungen an — nach 411.082 Einheiten im Vorjahr. Bis Mitte Februar 2026 hatten die kumulierten Auslieferungen bereits die Marke von 600.000 Fahrzeugen überschritten. Die EV-Sparte erzielte im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 20,6 Milliarden RMB bei einer Bruttomarge von über 24 Prozent. Den Break-even im Automobilbereich strebt das Management für die zweite Jahreshälfte 2026 an.
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In Europa gestaltet sich der Weg schwieriger. Die seit Oktober 2024 geltenden EU-Ausgleichszölle auf chinesische Elektroautos belasten die Kalkulation spürbar. Hinzu kommt: Während Xiaomi bei Smartphones eine Bekanntheit von über 95 Prozent in Europa genießt, ist die Wahrnehmung als Automobilhersteller noch gering. Für den nötigen Infrastrukturaufbau plant das Unternehmen 2026 Forschungs- und Entwicklungsausgaben von über 40 Milliarden RMB.
SU7 Ultra bereits auf europäischen Straßen
Technisch schreitet die Vorbereitung voran. Das Modell SU7 Ultra erhielt im Juli 2025 die Zulassung für öffentliche Straßen in Europa; Prototypen wurden seither verstärkt in Deutschland, Polen und den Niederlanden gesichtet. Bereits 2025 eröffnete Xiaomi ein Forschungs- und Designzentrum in München, um Modelle an europäische Standards anzupassen.
Die Aktie hat im vergangenen Jahr rund 30 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,41 Euro. Anleger warten nun auf die Q1-2026-Zahlen, die Ende Mai erwartet werden — mit besonderem Blick auf die Profitabilitätsentwicklung der EV-Sparte und den Fortschritt beim europäischen Organisationsaufbau.
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