Der chinesische Tech-Gigant plant offenbar den nächsten strategischen Großangriff. Während das klassische Smartphone-Geschäft aktuell unter explodierenden Bauteilkosten ächzt, sucht Xiaomi den Schulterschluss mit dem Autokonzern Stellantis. Ein möglicher Einstieg in den europäischen Markt für Elektroautos könnte die Wachstumsstory des Unternehmens völlig neu definieren.
Strategische Allianz in Europa
Berichten zufolge sondiert das Management derzeit mit Stellantis-Vertretern konkrete Optionen für das europäische Autogeschäft. Im Raum steht nicht nur der Zugang zu lokalen Produktionsstätten des Fiat-Mutterkonzerns, sondern auch eine mögliche Beteiligung an Traditionsmarken wie Maserati.
Für Xiaomi wäre ein solcher Deal ein logischer Schritt. Da die USA den Einsatz chinesischer Technologie in vernetzten Fahrzeugen ab 2027 faktisch blockieren, rückt Europa als primäres Expansionsziel in den Fokus. Gleichzeitig bietet eine lokale europäische Fertigung einen Ausweg aus dem enormen Preiskampf, der den chinesischen Heimatmarkt derzeit dominiert.
Licht und Schatten in der Bilanz
Operativ zeigt sich bei den Chinesen ein zweigeteiltes Bild. Die noch junge Elektroauto- und KI-Sparte lieferte zuletzt erstmals einen operativen Quartalsgewinn von 700 Millionen Renminbi. Dem steht jedoch massiver Kostendruck im Smartphone-Kerngeschäft gegenüber. Laut Marktforschern schossen die Preise für Speicherchips zuletzt um bis zu 90 Prozent in die Höhe. Da Xiaomi die Verkaufspreise seiner Flaggschiff-Modelle stabil hält, um Marktanteile zu verteidigen, schmilzt die Gewinnmarge in diesem Segment spürbar.
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Analysten von Goldman Sachs reagierten bereits auf diese Entwicklung und kürzten ihre bereinigten Nettogewinnprognosen bis 2027 um bis zu 24 Prozent. Neben den Hardware-Kosten verwiesen die Experten auf den schrittweisen Abbau staatlicher EV-Subventionen in China. Diese fundamentale Belastung spiegelt sich im Kursbild wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 17 Prozent eingebüßt und notiert aktuell bei 3,73 Euro.
Milliarden-Rückkäufe stützen den Kurs
Um das Vertrauen der Investoren angesichts der Margensorgen zu sichern, greift die Führungsetage tief in die Kasse. Ein automatisiertes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar sorgt für kontinuierliche Stützungskäufe am Markt. Bisher sammelte das Unternehmen bereits 268 Millionen eigene Anteilscheine ein, wobei allein am 12. März weitere Millionenbeträge investiert wurden.
Am 23. März präsentiert Xiaomi die Ergebnisse für das vierte Quartal. Dieser Termin wird konkrete Daten liefern, ob die Dynamik der Autosparte die schrumpfenden Smartphone-Margen rechnerisch ausgleichen kann. Auf der Agenda steht an diesem Tag zudem die mögliche Ankündigung der ersten Abschlussdividende seit dem Börsengang.
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