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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: 3,6 Millionen Aktien zurückgekauft

Xiaomis Aktie verharrt nahe Jahrestief, während Verluste der EV-Sparte und steigende Chipkosten das Kerngeschäft belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Rückkaufprogramm von 20 Milliarden HKD
  • Hohe operative Verluste bei E-Autos
  • Steigende Halbleiterpreise drücken Margen

Xiaomi kauft eigene Aktien zurück — und trotzdem will der Kurs nicht steigen. Das Unternehmen hat am Montag erneut 3,6 Millionen Aktien für rund 98 Millionen HKD erworben. Es ist Teil eines Programms mit einem Volumen von bis zu 20 Milliarden HKD. Die Botschaft des Managements ist klar. Die Märkte reagieren dennoch skeptisch.

Aktie nahe am Jahrestief

Der Kurs liegt bei 3,01 Euro — nur 1,35 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 5. Juni. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus fast 33 Prozent, auf Jahressicht sogar über 50 Prozent. Das aktuelle Rückkaufprogramm startete am 2. Juni und ersetzt ein älteres, unter dem Xiaomi bereits Aktien im Wert von rund 14,6 Milliarden HKD zurückgekauft hatte.

Der RSI liegt bei 35,7 — technisch nah an der überverkauften Zone. Dennoch notiert die Aktie rund 30 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 4,29 Euro. Das zeigt, wie tief der Trend geht.

EV-Sparte verbrennt Geld

Das eigentliche Problem sitzt tiefer. Xiaomis Elektrofahrzeug-Segment verbuchte im ersten Quartal 2026 einen operativen Verlust von rund 3,1 Milliarden Yuan bei einem Umsatz von 19,9 Milliarden Yuan. Im Vorjahr hatte die Sparte zeitweise noch Gewinne ausgewiesen.

Xiaomi lieferte im ersten Quartal 80.856 Fahrzeuge aus — 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das klingt solide. Allerdings wächst das Volumen schneller als die Marge. Die Fabrik in Peking produziert bereits alle 76 Sekunden ein Fahrzeug, mit über 700 Robotern und einem Automatisierungsgrad von mehr als 90 Prozent in den wichtigsten Bereichen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Xiaomi 550.000 Auslieferungen an — dafür baut der Konzern die Kapazitäten in Peking und Wuhan aus.

Kosten drücken auch das Kerngeschäft

Das Smartphone- und Laptop-Geschäft steht unter einem anderen Druck. Steigende Preise für Halbleiter und Speicherchips belasten die Bruttomargen. Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach genau den Komponenten, auf die Xiaomi angewiesen ist. Als Antwort integriert der Konzern mehr KI-Funktionen ins eigene Ökosystem — um höhere Verkaufspreise zu rechtfertigen.

Ob das reicht, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen. Bis dahin hängt viel davon ab, ob die Rückkäufe die Marke von 3,00 Euro als Boden etablieren können — und ob der Hochlauf der neuen Produktionskapazitäten die Verluste im EV-Segment schnell genug eindämmt.

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