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Xiaomi Aktie: 36.702 Fahrzeuge übertreffen Tesla im April

Xiaomi liefert im April mehr E-Autos aus als Tesla in China, kämpft aber mit einem starken Einbruch im Smartphone-Geschäft. Goldman Sachs senkt Prognosen, bleibt aber optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EV-Auslieferungen überholen Tesla in China
  • Smartphone-Absatz in China bricht ein
  • Goldman Sachs senkt Umsatzprognosen
  • KI-Brillen als neues Geschäftsfeld geplant

Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Der Konzern liefert im April mehr Elektrofahrzeuge aus als Tesla in China, während das Kerngeschäft mit Smartphones unter Druck gerät. Goldman Sachs reagiert mit gesenkten Prognosen — und hält trotzdem an der Kaufempfehlung fest.

Smartphone-Einbruch durch Chip-Preise

Das Problem ist konkret: Die Preise für LPDDR5-Speicherchips haben sich seit Anfang 2025 verdreifacht. Für Xiaomi ist das besonders schmerzhaft, weil mehr als die Hälfte der Kundenbasis im Preissegment unter 200 US-Dollar kauft. Notwendige Preiserhöhungen treffen hier direkt die Absatzzahlen.

Im ersten Quartal 2026 brachen die Inlandslieferungen in China um 35 Prozent auf 8,7 Millionen Einheiten ein — Xiaomi fiel auf Rang fünf zurück. Der Tablet-Markt folgt demselben Muster: Hier sanken die Auslieferungen um knapp 14 Prozent auf 2,6 Millionen Geräte.

Goldman Sachs hat die Umsatzprognosen für 2026 bis 2028 um ein bis vier Prozent gesenkt und erwartet für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber der Revision: schwächere EV-Erlöse. Die „Buy“-Einstufung bleibt dennoch bestehen.

Elektroautos als Gegengewicht

Auf der anderen Seite liefert die Automobilsparte bemerkenswerte Zahlen. Im April 2026 übergab Xiaomi insgesamt 36.702 Fahrzeuge an Kunden — 26.826 SU7 und 9.800 des neuen YU7. Damit übertraf das Unternehmen Tesla bei den monatlichen Auslieferungen in China und etablierte sich unter den fünf größten Herstellern im Heimatmarkt.

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Für die zweite Jahreshälfte 2026 strebt das Management die Profitabilität der Sparte an. Das Portfolio soll dafür ausgebaut werden: geplant sind ein YU7-Basismodell mit Standard-Reichweite, ein großes Range-Extender-SUV namens YU9 sowie eine Langversion des SU7. Parallel entwickelt Xiaomi einen eigenen Automobil-Chip, um die Abhängigkeit von Zulieferern zu senken. Das Budget für autonomes Fahren ist auf 35 Milliarden Yuan festgesetzt.

KI-Brillen als nächster Schritt

Neben dem Fahrzeugmarkt bereitet Xiaomi den Einstieg in KI-Brillen vor. Zusammen mit Partner Goertek peilt das Unternehmen einen Absatz von über 300.000 Einheiten an. Die Geräte sollen Audio, Kamera und KI-Funktionen kombinieren.

An der Börse spiegelt sich die gemischte Lage wider. Die Aktie notiert bei 3,45 Euro — rund 23 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und fast 50 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 6,69 Euro. Kurzfristig hat sich der Kurs stabilisiert: In den vergangenen sieben Tagen legte er gut 3 Prozent zu und liegt nur knapp unter dem 52-Wochen-Tief von Anfang Mai. Ob die EV-Sparte schnell genug wächst, um das schwächelnde Smartphone-Geschäft zu kompensieren, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — die Profitabilitätsziele für das zweite Halbjahr 2026 werden dann der erste echte Lackmustest sein.

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