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Xiaomi Aktie: 3,1 Milliarden Yuan Verlust in Auto-Sparte

Xiaomis Aktie fällt auf Jahrestief, während das E-Auto-Geschäft Milliardenverluste einfährt und Verkaufsziele in Gefahr geraten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs nahe am Jahrestief
  • Auto-Verkaufsziel in Gefahr
  • Milliardenverluste in der Autosparte
  • Analysten senken Aktienbewertung

Am Nürburgring feiert Xiaomi technische Rekorde. An der Börse herrscht dagegen Katerstimmung. Die Aktie notiert bei 2,72 Euro und damit nahe am Jahrestief. Das ehrgeizige Elektroauto-Projekt verbrennt derweil Milliarden.

Lieferschwäche beim Hoffnungsträger

Xiaomi will dieses Jahr 550.000 Fahrzeuge ausliefern. Bis Mai schaffte der Konzern aber nur rund 150.000 Einheiten. Im Mai sanken die Verkäufe sogar im Vergleich zum Vormonat.

Die Folge: Um das Jahresziel noch zu retten, braucht Xiaomi einen Kraftakt. Jeden Monat müssten ab sofort mehr als 50.000 Autos vom Band rollen. Dieses Niveau erreichte der Konzern bisher nur ein einziges Mal.

Margen unter Druck

Die schwachen Verkäufe treffen auf extrem hohe Kosten. Die Autosparte ist mittlerweile Xiaomis größter Geldvernichter. Im ersten Quartal verbuchte der Bereich einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden Yuan. Das entspricht einem Minus von rund 5.600 US-Dollar pro verkauftem Auto.

Verantwortlich dafür sind Preissenkungen und teurere Bauteile. Die Bruttomarge im Automobilgeschäft fiel dadurch auf 20,1 Prozent. Parallel dazu investiert Xiaomi massiv weiter. Für 2026 plant das Management Forschungsausgaben von rund 40 Milliarden Renminbi.

Analysten ziehen die Reißleine

Die Bank Jefferies stuft die Aktie nun auf „Underperform“ ab. Die Experten sehen schrumpfende Margen und eine schwache Auto-Nachfrage. Goldman Sachs rechnet für das zweite Quartal sogar mit einem Gewinneinbruch von 50 Prozent.

Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 2,72 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 2,67 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 39 Prozent an Wert. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm verpufft bislang völlig.

Rekorde auf der Rennstrecke

Inmitten der Krise liefert Xiaomi spektakuläre Bilder vom Nürburgring. Ein autonomer YU7 SUV soll dort ohne Fahrer einen Rundenrekord aufgestellt haben. Eine offizielle Bestätigung der Zeit steht noch aus. Zuvor brach der bemannte YU7 GT bereits den SUV-Rekord von Audi.

Solche PR-Erfolge ändern aber nichts an der operativen Realität. In der zweiten Jahreshälfte bringt Xiaomi zwei neue EREV-Modelle auf den Markt. Dieser aggressive Zeitplan muss zwingend funktionieren. Nur mit einem massiven Volumenschub bei diesen neuen Modellen kann der Konzern sein Jahresziel noch erreichen.

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