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Xerox Aktie: Unter Druck

Xerox plant eine Kreditaufnahme gegen geistiges Eigentum, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Technische Indikatoren und Optionsaktivität deuten auf negative Markterwartungen vor den Quartalszahlen hin.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Geplante Kreditaufnahme gegen IP als Sicherheit
  • Technische Analyse stuft auf Verkaufskandidat herab
  • Massiver Anstieg bei Put-Optionen verzeichnet
  • Erste Synergien aus Lexmark-Übernahme für 2026 erwartet

Xerox steht weiter unter Druck. Die Aktie notiert bei rund 2,59 USD, nachdem sie zuletzt leicht um 2,78 % zulegte. Marktbeobachter stufen die Lage als volatil ein: Technische Modelle haben das Rating von „Hold“ auf „Sell Candidate“ herabgestuft. Reicht die geplante, IP-gestützte Kreditaufnahme, um die Bilanz zu stabilisieren?

Wesentliche Kennzahlen
– Aktueller Kurs (letzter Schluss): 2,59 USD
– 52-Wochen-Spanne: 2,32–9,91 USD
– Marktkapitalisierung: rund 331 Mio. USD
– Nächste Quartalszahlen: 21. Januar 2026
– Dividende: 0,025 USD je Aktie (Zahlung am 30. Januar 2026)

Liquiditätsdruck und Finanzierung

Im Zentrum der Sorgen steht die Absicht, ein 500-Millionen-Dollar-Darlehen mit geistigem Eigentum als Sicherheiten zu hinterlegen. Marktteilnehmer werten diesen Schritt als Versuch, eine sich verschärfende Liquiditätslage zu stützen. Die Finanzierung wurde Ende Dezember publik und prägt seitdem die Stimmung.

Die Übernahme von Lexmark für 1,5 Milliarden USD soll mittelfristig Synergien bringen. Kurzfristig reduzierte Xerox jedoch die Free-Cashflow-Prognose für 2025 deutlich — von 250 Mio. USD auf 150 Mio. USD — was die Dringlichkeit zusätzlicher Liquidität unterstreicht.

Technische Signale und Optionenaktivität

Die technische Lage hat sich verschlechtert: Über 77 % der technischen Indikatoren zeigen derzeit eine Abwärtsrichtung. Zudem stieg das Put-Volumen massiv an. Investoren kauften 1.689 Put-Optionen, ein Anstieg von 1.369 % gegenüber dem üblichen Tagesvolumen. Solche Positionierungen deuten auf eine wachsende Erwartung weiterer Kursrückgänge vor den Quartalszahlen hin.

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Zugleich zeigt die Kurserholung der letzten Sitzung Schwächen: Der leichte Kursanstieg fiel bei einem um fast 400.000 Aktien geringeren Handelsvolumen an. Diese Divergenz spricht dafür, dass der Anstieg nicht von nachhaltigem Kaufinteresse getragen wurde.

Integration und Ausblick

Für 2026 hängt viel von der Integration von Lexmark ab. Xerox rechnet in der ersten Hälfte 2026 mit etwa 25 Mio. USD zusätzlichen Synergieeinsparungen, Teil eines Ziels von 250–300 Mio. USD. Marktteilnehmer konzentrieren sich aktuell auf zwei Fragen: Reichen die erwarteten Synergien und die geplante IP-gesicherte Finanzierung, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken?

Am 21. Januar dürften die Quartalszahlen Klarheit bringen. Dann wird sich zeigen, ob die Bilanz durch die geplante Finanzierung und die ersten Integrationseffekte stabilisiert werden kann — oder ob weitere Anpassungen an der Liquiditätsplanung nötig sind.

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