Xerox greift zu drastischen Mitteln, um seine Bilanz zu sanieren. Das Unternehmen hat heute eine umfassende Verteilung von Optionsscheinen abgeschlossen und gleichzeitig die Registrierung von über 82 Millionen neuen Stammaktien eingeleitet. Angesichts der schwachen Kursentwicklung stellt sich die Frage: Ist dieser massive Eingriff in die Kapitalstruktur der notwendige Schritt zur Entschuldung oder eine zu hohe Belastung für die Altaktionäre?
- Warrant-Verhältnis: 1 Optionsschein für je 2 gehaltene Aktien.
- Ausübungspreis: 8,00 US-Dollar bei einer Laufzeit bis Februar 2028.
- Verwässerungsgefahr: Potenzielle Zunahme der Aktienanzahl um rund 64 %.
- Schuldenabbau: Ausübung durch Barzahlung oder Rückgabe von Anleihen möglich.
Strategischer Tausch gegen Schulden
Die heute abgeschlossene Maßnahme sieht vor, dass Aktionäre, die zum Stichtag am 9. Februar 2026 Anteile hielten, für je zwei Aktien einen Optionsschein (Warrant) erhalten. Ein zentraler Aspekt dieser Strategie ist die Flexibilität bei der Ausübung: Inhaber können die neuen Aktien entweder gegen Barzahlung erwerben oder durch die Rückgabe spezifischer Xerox-Schuldverschreibungen, die in den Jahren 2028, 2029 und 2039 fällig werden.
Dieser Mechanismus zielt direkt darauf ab, die Verbindlichkeiten des Unternehmens zu reduzieren. Würden alle Optionsscheine gegen Barmittel ausgeübt, flössen Xerox rund 618 Millionen US-Dollar zu. Die Alternative – der Tausch gegen ausstehende Anleihen – würde die Schuldenlast unmittelbar senken und die Zinszahlungen reduzieren.
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Massive Verwässerung droht
Der Plan zur finanziellen Stabilisierung hat jedoch eine Kehrseite für die bestehenden Aktionäre. Die Registrierung von insgesamt 82.463.860 neuen Aktien umfasst zum Großteil Papiere, die für die Ausübung der Optionsscheine reserviert sind. Zusätzlich sind rund 5,2 Millionen Aktien für den Wiederverkauf durch B. Dyson Capital Advisors vorgesehen, die als Vergütung für Finanzberatungsleistungen dienen.
Sollten sämtliche Optionsscheine genutzt werden, würde die Anzahl der ausstehenden Aktien um etwa 64 % auf über 211 Millionen ansteigen. Eine solche Ausweitung des Aktienkapitals führt in der Regel zu einer deutlichen Verwässerung des Gewinns pro Aktie, was den Marktwert der bestehenden Anteile belasten kann.
Die Marktlage bleibt für Xerox derweil schwierig. Die Aktie notiert aktuell mit rund 2,03 US-Dollar nahe ihrem 52-Wochen-Tief – ein massiver Rückgang gegenüber dem Jahreshoch von 8,26 US-Dollar. Hohe Short-Quoten und enttäuschende Quartalszahlen unterstreichen die Skepsis der Investoren. Für Xerox steht nun die Reduzierung der Zinsverbindlichkeiten im Vordergrund, um den notwendigen Spielraum für die operative Sanierung zu vergrößern.
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