Erstmals seit Juli 2022 notiert US-Leichtöl wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar. Massive Drohungen aus Washington gegen die iranische Energieinfrastruktur haben die Angst vor einer Blockade der Straße von Hormus neu entfacht. Während die geopolitische Risikoprämie den Preis treibt, wächst die Nervosität an den globalen Märkten spürbar.
Trump-Drohung verschärft die Lage
Der jüngste Preissprung folgte unmittelbar auf eine scharfe Warnung von US-Präsident Donald Trump. Über das Netzwerk Truth Social drohte er mit der vollständigen Zerstörung iranischer Ölquellen und Export-Terminals, sollte Teheran die Schifffahrtswege in der Straße von Hormus nicht umgehend für den internationalen Verkehr öffnen. Da etwa ein Fünftel des weltweiten maritimen Ölhandels dieses Nadelöhr passiert, reagierten die Händler prompt mit Käufen.
Zusätzlicher Druck entsteht durch die Ausweitung des Konflikts auf die Huthi-Rebellen, die zuletzt Ziele in Israel angriffen. Die geplante Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven durch die IEA konnte die Sorgen um physische Lieferausfälle bisher kaum dämpfen. Der Markt bleibt aufgrund der kriegsbedingten Risiken hochgradig volatil.
Analysten warnen vor Preisexplosion
Die Reaktionen an den Aktienmärkten fielen am Montag zweigeteilt aus. Während europäische Indizes wie der DAX (+0,8 %) zulegten, gerieten US-Technologiewerte unter Verkaufsdruck. Besonders Halbleiteraktien wie Micron büßten fast zehn Prozent ein, was den Nasdaq belastete.
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Institutionelle Beobachter von Societe Generale und Macquarie halten bei einer weiteren Eskalation kurzfristige Preise zwischen 130 und 150 US-Dollar pro Barrel für möglich. Die Unberechenbarkeit wird durch verbale Gegenangriffe aus Teheran verstärkt. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete Trumps Äußerungen in sozialen Medien als bloßen Kontraindikator für Spekulanten.
Technische Hürden genommen
Mit dem Sprung über 100 US-Dollar hat WTI ein wichtiges technisches Signal generiert. Die psychologisch bedeutsame Marke fungiert nun als erste Unterstützung. Auf dem Weg nach oben liegen die nächsten Widerstände im Bereich von 104,70 bis 104,83 US-Dollar. Sollte das Momentum anhalten, rückt die Marke von 111 US-Dollar in den Fokus der Trader.
Für die kommenden Handelstage bleibt die Lage an der Straße von Hormus das bestimmende Thema. Marktteilnehmer achten nun verstärkt auf offizielle Reaktionen aus Teheran und mögliche Signale für die von Trump angedeuteten Gespräche. Angesichts des massiven Preisanstiegs von rund 50 Prozent seit Ende Februar dürften auch die nächsten US-Wirtschaftsdaten für kurzfristige Ausschläge sorgen.
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