Workday hat das vierte Quartal 2026 mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen, doch die Reaktion am Markt bleibt verhalten. Trotz übertroffener Analystenschätzungen blicken Anleger skeptisch auf das kommende Geschäftsjahr. Eine vorsichtigere Umsatzprognose und der Fokus auf hohe Investitionen im KI-Bereich werfen Fragen zum künftigen Wachstumstempo auf.
Starke Quartalszahlen, vorsichtiger Ausblick
Operativ verlief das am 31. Januar beendete vierte Quartal für den Spezialisten für Personal- und Finanzsoftware erfolgreich. Workday erzielte einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 2,47 US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten von 1,80 US-Dollar deutlich. Auch der Quartalsumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent auf 2,532 Milliarden US-Dollar.
Der Blick nach vorne trübt das Bild jedoch ein. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Management ein Wachstum der Abonnement-Umsätze von 12 bis 13 Prozent. Dieser Ausblick signalisiert eine leichte Verlangsamung gegenüber den Vorjahren. Zudem plant das Unternehmen massive Investitionen in sogenannte „Agentic AI“ – KI-Agenten, die komplexe Arbeitsabläufe eigenständig übernehmen sollen. Diese Ausgaben fließen in die Zielmarge von rund 30 Prozent ein und verdeutlichen den hohen Preis, den Workday für seine technologische Neuaufstellung zahlt.
Strategischer Umbau unter alter Führung
Zusätzliche Aufmerksamkeit zieht der jüngste Wechsel an der Konzernspitze auf sich. Mitbegründer Aneel Bhusri ist Anfang Februar auf den Chefposten zurückgekehrt, um die Integration Künstlicher Intelligenz in die Kernprodukte voranzutreiben. Bhusri reagierte damit auch auf Bedenken, dass neue KI-Tools die etablierten Modelle für Personal- und Finanzsysteme verdrängen könnten.
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Er betonte, dass die Komplexität dieser Systeme und die zugrunde liegenden Sicherheitsmodelle einen erheblichen Schutz gegen neue Wettbewerber bieten. Einfaches Programmieren allein reiche nicht aus, um die tief verankerten Datenstrukturen großer Unternehmen zu ersetzen. Dennoch fordern längere Verkaufszyklen in Sektoren wie dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Dienst das Unternehmen aktuell heraus.
Markt bewertet Wachstumschancen neu
Die Analysten von Wall Street Zen reagierten am 28. Februar auf die jüngsten Entwicklungen und stuften die Aktie von „Strong Buy“ auf „Buy“ herab. Als Gründe wurden die erhöhte Volatilität und die notwendige Neubewertung des Wachstumspfads im KI-Sektor genannt.
An der Börse bleibt der Druck auf den Titel hoch. Am Freitag gab die Aktie um knapp vier Prozent nach und schloss bei 113,16 Euro. Damit setzt sich die schwache Tendenz der letzten Monate fort: Auf Jahressicht hat das Papier fast 55 Prozent an Wert verloren und notiert damit weiterhin in der Nähe seines jüngsten 52-Wochen-Tiefs. Trotz der operativ soliden Bilanzstruktur mit einer geringen Verschuldung müssen Investoren nun abwarten, ob die KI-Offensive die Wachstumsdynamik im nächsten Geschäftsjahr wieder beschleunigen kann.
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