Workday hat solide Quartalszahlen vorgelegt, doch die Börse blickt bereits mit Sorge in die Zukunft. Ein verhaltener Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr und drastisch gesenkte Kursziele der Analysten setzten das Papier am Dienstag unter Druck. Kann der Software-Spezialist sein hohes Wachstumstempo trotz zunehmender Gegenwinde beibehalten?
Vorsichtiger Blick in die Zukunft
Die Stimmung der Marktteilnehmer drehte sich am Dienstag deutlich ins Negative. Hauptverantwortlich dafür ist die Prognose für die Abonnementeinnahmen im Geschäftsjahr 2027, die hinter den bisherigen Markterwartungen zurückblieb. Analysten verwiesen auf Anzeichen für verzögerte Vertragsabschlüsse und ein moderateres organisches Wachstum.
In der Folge passten mehrere Bankhäuser ihre Erwartungen an. Besonders deutlich fiel die Korrektur bei DA Davidson aus: Die Experten halbierten ihr Kursziel von 250 auf 125 US-Dollar, behielten ihre neutrale Einstufung jedoch bei. Auch Citigroup senkte das Ziel auf 148 US-Dollar. Im Fokus steht nun die Frage, ob der Konzern seinen zweistelligen Wachstumspfad durch die Integration neuer KI-Funktionen absichern kann.
Wachstum trifft auf Investitionsdruck
Dabei lieferte das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres eigentlich eine solide Basis. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent auf 2,53 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen mit 2,47 US-Dollar die Schätzungen der Analysten.
Ein kritischer Punkt für Investoren bleibt jedoch die Kostenstruktur. Das Management plant verstärkte Ausgaben für die KI-Infrastruktur sowie für Forschung und Entwicklung. Während diese Investitionen langfristig notwendig sind, sorgen sie am Markt kurzfristig für Skepsis hinsichtlich der Margenentwicklung. Der wichtige Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate wuchs zuletzt auf 8,83 Milliarden US-Dollar an.
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Institutionelle Käufe trotz Volatilität
Trotz der aktuellen Kursverluste bleibt das Interesse großer Investoren hoch. Jüngste Meldungen zeigen, dass institutionelle Anleger wie Vinva Investment Management ihre Positionen massiv ausgebaut haben. Auch die Winton Group stieg neu bei dem Software-Anbieter ein. Insgesamt befinden sich fast 90 Prozent der Anteile in den Händen von Institutionen.
Parallel dazu wurden neue Aktienzuteilungen an die Führungsebene bekannt. CEO Aneel Bhusri erhielt umfangreiche leistungsbezogene Rechte, die an das Erreichen bestimmter Kursmarken über einen Zeitraum von fünf Jahren gekoppelt sind. Dies unterstreicht die langfristige Ausrichtung des Managements, während die Aktie kurzfristig mit einem Minus von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn zu kämpfen hat.
Mit einem aktuellen Kurs von 123,18 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 245,55 Euro. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die verstärkten Investitionen in künstliche Intelligenz ausreichen, um die Wachstumsdynamik wieder zu beschleunigen und das Vertrauen der Analysten zurückzugewinnen.
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