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Workday Aktie: 4-Milliarden-Rückkauf autorisiert

Workday übertrifft im zweiten Quartal die Prognosen, genehmigt Aktienrückkäufe über 4,0 Milliarden US-Dollar und hebt die Stimmung am Markt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz wächst auf 2,65 Milliarden US-Dollar
  • Subskriptionserlöse übertreffen Konsensschätzung
  • Board genehmigt Rückkäufe bis 4,0 Milliarden
  • Needham erhöht Kursziel auf 230 US-Dollar

Der US-Spezialist für cloudbasierte Personal- und Finanzsoftware hat die Anleger heute mit einem deutlichen Kursplus überzeugt. Die Aktie von Workday notiert bei 178,68 Euro und verbucht damit ein Plus von 7,6 %. Ausschlaggebend für die positive Stimmung sind die gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 sowie eine massive Ausweitung der Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre.

Überzeugende Quartalsbilanz und neues Rückkaufprogramm

Das Unternehmen konnte die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und beim Gewinn übertreffen. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,8 % auf 2,65 Milliarden US-Dollar.

Besonders wichtig für das Geschäftsmodell von Workday sind die Subskriptionserlöse, die um 13,9 % auf 2,471 Milliarden US-Dollar zulegten. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzungen der Experten, die im Schnitt mit 2,456 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.

Parallel zur Bilanzvorlage gab der Vorstand eine weitreichende Entscheidung bekannt: Das Board of Directors hat den Rückkauf eigener Aktien der Klasse A im Wert von bis zu 4,0 Milliarden US-Dollar autorisiert.

Diese Maßnahme unterstreicht das Vertrauen der Führungsebene in die langfristige Cashflow-Generierung. Die operative Marge nach Non-GAAP-Standard kletterte im Berichtsquartal auf 31,1 %, was einem bereinigten operativen Ergebnis von 824 Millionen US-Dollar entspricht.

Analysten reagieren mit Kurszielerhöhungen

Die Veröffentlichung der Ergebnisse löste heute eine Welle positiver Analystenbewertungen aus. Die Experten von Needham hoben ihr Kursziel für das Papier von 180 auf 230 US-Dollar an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Sie verwiesen dabei auf die soliden Quartalszahlen und die positive Dynamik im Kerngeschäft. Auch William Blair bekräftigte heute die Einstufung „Outperform“.

Bereits am Dienstag hatte das Analysehaus Canaccord Genuity sein Kursziel auf 225 US-Dollar angehoben. Die Analysten zeigten sich zuversichtlich, dass Workday ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich stabilisieren kann, während die Margen weiter steigen.

Diese Einschätzung wird durch die aktuelle Prognose des Unternehmens gestützt, die für das gesamte Geschäftsjahr 2027 Subskriptionsumsätze zwischen 9,925 und 9,950 Milliarden US-Dollar vorsieht.

Strategische Partnerschaften und Übernahmegerüchte im Fokus

Zusätzlich zur finanziellen Entwicklung stärkt Workday sein Ökosystem durch neue Integrationen. Am Dienstag wurde bekannt, dass Salary.com eine direkte Anbindung an die Human-Capital-Management-Plattform von Workday realisiert hat. Kunden erhalten dadurch direkten Zugriff auf globale Vergütungsdaten innerhalb ihrer gewohnten HR-Umgebung.

Im Hintergrund schwelen zudem weiterhin Spekulationen über das strategische Interesse von Finanzinvestoren. Laut Reuters gab es bereits Mitte August Berichte über Gespräche mit der Investmentfirma Silver Lake bezüglich einer möglichen Übernahme.

Diese Berichte hatten dem Kurs bereits am 13. August einen deutlichen Sprung beschert und bilden seither eine psychologische Unterstützung für die Bewertung.

Trotz der heutigen Erholung weist die Aktie seit Jahresbeginn noch ein leichtes Minus von 4,0 % auf, was den Spielraum für weitere Aufholbewegungen unterstreicht. Die Anleger blicken nun auf die Kundenkonferenz „Workday Rising“ im Oktober, auf der neue Funktionen im Bereich der künstlichen Intelligenz erwartet werden.

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Diskussion zu Workday

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.