Woodside Energy steuert auf ein Übergangsjahr zu. Während der Konzern wichtige Wachstumsprojekte finalisiert, drückt eine geplante Wartungspause kurzfristig auf die Fördermengen. Gelingt es Woodside, durch diesen Umbau die Basis für das prognostizierte Wachstum ab 2027 zu sichern?
Wartung bremst die Förderung
Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen eine Produktion zwischen 172 und 186 Millionen Barrel Öläquivalent (boe). Im Vergleich zum Rekordwert von 198,8 Millionen boe aus dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang. Hauptgrund ist eine umfassende Wartung des Pluto-LNG-Terminals, die für das zweite Quartal 2026 angesetzt ist.
Dieser Schritt ist notwendig, um die Anlage für die Gasaufnahme aus dem Scarborough-Projekt vorzubereiten. Trotz dieser temporären Einschränkung erwartet das Management für 2027 bereits einen Produktionsanstieg von rund 9 Prozent, sobald die strategischen Investitionen erste Erträge liefern.
Fortschritte bei Schlüsselprojekten
Das zentrale Scarborough-Gasprojekt ist mittlerweile zu 94 Prozent abgeschlossen. Die erste LNG-Ladung soll nach aktueller Planung im vierten Quartal 2026 verschifft werden. Auch bei weiteren Großvorhaben meldet das Unternehmen Fortschritte:
- Trion-Projekt: Die Erschließung ist zur Hälfte fertiggestellt, die erste Ölförderung wird für 2028 angestrebt.
- Beaumont-Ammoniakprojekt: Hier wurde bereits im Dezember 2025 ein erster Produktionsmeilenstein erreicht.
Für Investoren rücken nun die konkreten Zahlen in den Fokus. Am 24. Februar 2026 veröffentlicht Woodside den Geschäftsbericht für 2025 sowie ein Update zur Klimastrategie und Nachhaltigkeit. Die Jahreshauptversammlung folgt am 23. April 2026 in Perth.
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