Wolfspeed navigiert nach seiner finanziellen Neuausrichtung durch ein volatiles Marktumfeld. Während die Nachfrage aus der Elektroauto-Branche spürbar nachlässt, setzt das Unternehmen verstärkt auf den boomenden Sektor der KI-Rechenzentren. Doch wie schnell kann dieser strategische Schwenk die massiven Verluste auffangen?
- Umsatz: 168 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026.
- Nettoverlust: GAAP-Ergebnis weist ein Minus von 151 Millionen US-Dollar aus.
- Wachstum: Umsatz im Bereich KI-Rechenzentren steigt sequenziell um 50 Prozent.
- Liquidität: 1,3 Milliarden US-Dollar an Barmitteln durch hohe Steuerrückerstattungen.
Tiefrote Zahlen trotz KI-Boom
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verbuchte Wolfspeed einen konsolidierten Umsatz von 168 Millionen US-Dollar. Dies markiert einen Rückgang sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahreszeitraum. Besonders die Bruttomarge bleibt mit minus 46 Prozent (GAAP) stark belastet, was unter anderem auf Lagerwertberichtigungen und Anpassungen aus der Neuausrichtung zurückzuführen ist.
Das operative Bild zeigt eine deutliche Zweiteilung: Während das Geschäft mit Materialien um 44 Prozent auf rund 50 Millionen US-Dollar einbrach, wuchs der Bereich Power Products um 30 Prozent auf 118,3 Millionen US-Dollar. Dieser Zuwachs wird maßgeblich durch die hohe Nachfrage nach Hochleistungslösungen für die KI-Infrastruktur getrieben. Im Gegensatz dazu rechnet das Management im Bereich der Elektromobilität bis weit in das Jahr 2026 hinein mit einer anhaltenden Nachfrageschwäche.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Wolfspeed?
Finanzielle Stabilität durch Steuerrückerstattungen
Trotz der operativen Verluste verfügt Wolfspeed über eine solide Liquidität von 1,3 Milliarden US-Dollar. Wesentlich beigetragen hat hierzu eine Steuerrückerstattung in Höhe von rund 700 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen nutzt diese Mittel aktiv zum Schuldenabbau und hat bereits langfristige Verbindlichkeiten im Wert von 175 Millionen US-Dollar getilgt. Die Nettoverschuldung sank dadurch auf 600 Millionen US-Dollar.
Parallel dazu treibt das Unternehmen Sparmaßnahmen voran. Die operativen Kosten wurden im Vergleich zum Vorjahresquartal um jährlich 200 Millionen US-Dollar gesenkt. Zudem wurden die Investitionsausgaben (CapEx) massiv um 90 Prozent reduziert. Ein wichtiger operativer Meilenstein war die vorzeitige Schließung der 150-mm-Fertigung in Durham, um die Produktion vollständig auf die effizientere 200-mm-Anlage in Mohawk Valley zu konzentrieren.
Ausblick auf das dritte Quartal
Für das laufende dritte Quartal 2026 prognostiziert Wolfspeed einen Umsatz zwischen 140 und 160 Millionen US-Dollar. Die Bruttomargen dürften zwar negativ bleiben, das Management erwartet jedoch eine schrittweise Verbesserung gegenüber dem Vorquartal. Technologisch bereitet sich das Unternehmen auf die nächste Skalierungsstufe vor: Die erfolgreiche Produktion eines ersten 300-mm-Siliziumkarbid-Wafers markiert hierbei einen wichtigen Entwicklungsschritt für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
Wolfspeed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Wolfspeed-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Wolfspeed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Wolfspeed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Wolfspeed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
