Silber steckt in einem Dilemma. Als Edelmetall profitiert es eigentlich von Krisen — als Industriemetall leidet es darunter. Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar 2026 zeigt sich dieser Widerspruch besonders scharf.
Hormuz-Krise als Treiber
Die Sperrung der Straße von Hormuz durch Iran seit dem 28. Februar hat Energiepreise in die Höhe getrieben. Brent-Rohöl notiert bei 111,65 Dollar je Barrel — ein Anstieg von rund 6 Prozent innerhalb von fünf Tagen. Das heizt die Inflation an und setzt Notenbanken unter Druck.
Für Silber ist das Gift. Steigende Inflation spricht eigentlich für Edelmetalle als Wertaufbewahrungsmittel. Gleichzeitig drohen höhere Zinsen und eine globale Rezession — und die würden die Industrienachfrage abwürgen. Rund 60 Prozent der Silbernachfrage entfallen auf industrielle Anwendungen. Bei Gold sind es nur etwa 10 Prozent. Silber reagiert deshalb deutlich sensibler auf Konjunkturängste.
Das Ergebnis: Silber ist seit dem Kriegsbeginn rund 22 Prozent gefallen. Vom Allzeithoch im Jahr 2026 beträgt der Rückgang sogar 40 Prozent. Am Dienstag notierte das Metall bei etwa 73 Dollar je Unze.
Gold läuft davon
Das Gold-Silber-Verhältnis hat sich auf 62:1 ausgeweitet. Seit dem 22. April hat Silber rund 7 Prozent verloren, Gold nur etwa 4 Prozent. Das zeigt: Der Markt parkt das Safe-Haven-Kapital gerade lieber in Gold. Silber bekommt den Gegenwind aus beiden Richtungen — fehlende Risikobereitschaft drückt die Industrienachfrage, während Gold die Flucht in Sicherheit dominiert.
J.P. Morgan und der LBMA-Konsens prognostizieren für 2026 einen Silberpreis von durchschnittlich 79 bis 81 Dollar je Unze. Angesichts des aktuellen Kursniveaus ist das eine erhebliche Lücke — und ein Maß dafür, wie tief die geopolitische Unsicherheit das Metall gedrückt hat.
Was das für den 3x-Hebel bedeutet
Das WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged ETC bildet die tägliche Silberperformance dreifach gehebelt ab — konkret den Solactive Silver Commodity Futures SL Index. Der Fonds ist vollständig besichert und hat ein Volumen von 247 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,99 Prozent jährlich.
Der entscheidende Mechanismus: Der Hebel wird täglich zurückgesetzt. Das erzeugt einen Zinseszinseffekt, der bei volatilen Märkten besonders stark wirkt. Wechseln sich Auf- und Abwärtstage ab, ohne dass der Basiswert netto vorankommt, verliert das Produkt an Wert — selbst wenn Silber am Ende auf dem gleichen Niveau steht. Ein 22-prozentiger Rückgang des Basiswerts übersetzt sich über diesen Pfadabhängigkeitseffekt in einen deutlich größeren Verlust für Halter des gehebelten Produkts.
Der Hormuz-Konflikt liefert genau das Marktumfeld, das diesen Mechanismus am stärksten belastet: hohe tägliche Volatilität ohne klare Richtung. Ob sich das ändert, hängt maßgeblich davon ab, ob die Straße von Hormuz wieder geöffnet wird — und damit, ob die Stagflationsängste nachlassen oder sich weiter festigen.
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