Silber hat in wenigen Monaten eine wilde Achterbahn hinter sich. Von rund 120 Dollar je Unze Anfang Januar auf aktuell knapp 80 Dollar — ein Rücksetzer von mehr als 40 Prozent. Für den WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged (3SIL) bedeutet das: Der tägliche Dreifachhebel verstärkt jeden dieser Schritte.
Strukturelles Defizit stützt den Preis
Der Rückgang täuscht über die fundamentale Lage hinweg. Metal Focus dokumentiert für 2025 das fünfte aufeinanderfolgende Angebotsdefizit am globalen Silbermarkt. Für 2026 erwartet das Silver Institute ein weiteres Defizit von 67 Millionen Unzen.
Der Markt greift deshalb auf gespeicherte Reserven zurück. Zollsorgen trieben zusätzlich massive Silbermengen von London in die CME-Tresore nach New York. Die dortigen Bestände übertrafen sogar den Pandemie-Rekord von 531 Millionen Unzen.
J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von 81 Dollar je Unze — mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt des Vorjahres.
Solarbranche dreht den Hahn zu
Ausgerechnet die Industrie, die Silber zuletzt am stärksten antrieb, wird zum Gegenwind. Die Nachfrage der Photovoltaik-Hersteller sank 2025 um sechs Prozent auf 186,6 Millionen Unzen. Für 2026 prognostiziert Metal Focus einen weiteren Rückgang um 19 Prozent auf rund 151 Millionen Unzen.
Der Grund: Silber hat sich für Solarhersteller zur Kostenfalle entwickelt. Historisch machte es weniger als fünf Prozent der Modulpreise aus. Mit dem Preisanstieg kletterte dieser Anteil auf über 30 Prozent.
Die Reaktion der Branche ist eindeutig. Longi Green Energy plant, Silber in seinen Solarzellen durch Kupfer zu ersetzen — Massenproduktion ab dem zweiten Quartal 2026. Jinko Solar und Shanghai Aiko Solar gehen denselben Weg. Andere Segmente wie KI-Rechenzentren, Elektrofahrzeuge und Strominfrastruktur gleichen den Ausfall nur teilweise aus.
Hebel-Mechanik in volatilen Märkten
Das ETC mit einer Gesamtkostenquote von 0,99 Prozent und einem Fondsvolumen von rund 298 Millionen Euro bildet den Solactive Silver Commodity Futures SL Index mit dreifachem Tageshebel ab. Der tägliche Reset erzeugt dabei einen Pfadabhängigkeitseffekt: In stark schwankenden Märkten weicht die tatsächliche Rendite erheblich von der simplen Dreifach-Indexrendite ab.
Ein Markt, der innerhalb weniger Monate von 120 auf unter 80 Dollar fällt, ist das Lehrbuchbeispiel für diesen Effekt. Das Gold-Silber-Verhältnis liegt aktuell bei 55 bis 65 zu 1 — deutlich unter dem Höchststand von über 100 im Jahr 2025. Nähert es sich dem langfristigen Median von 50 bis 60, wäre das ein weiteres Signal für relative Silberstärke.
Das strukturelle Angebotsdefizit bleibt bestehen. Die Frage ist, ob der Rückzug der Solarbranche schnell genug kommt, um den Preisdruck zu dämpfen — oder ob das Defizit die Kurse wieder nach oben zieht. Für 3SIL-Inhaber entscheidet sich das täglich neu.
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