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Windeln.de: Kursrutsch nach Gewinnwarnung – Management beruft außerordentliche HV ein – reverse Split und Kapitalerhöhung geplant

Windeln.de: Kursrutsch nach Gewinnwarnung – Management beruft außerordentliche HV ein

Einen heftigen Kursrutsch erleben heute die Aktien des Onlinehändlers für Baby- und Kinderartikel Windeln.de. Nachdem das Unternehmen heute aufgrund der laufenden Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt hat, den Break-Even beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erst im nächsten Jahr zu erreichen, drücken die Anleger die Verkaufstaste. Die Aktie, die zum Börsenstart 2015 noch bei einem Ausgabekurs von 18,50 Euro notierte, kennt seitdem eigentlich nur die Richtung Süden und rauscht heute um 36% auf nur noch 0,367 Euro ab. Das bedeutet, dass die Aktie nunmehr in den letzten knapp 2,5 Jahren Kursverluste von unglaublichen 97% eingefahren hat. Großes Mitgefühl für alle, die seit Anfang an dabei sind und immer noch auf den Papieren sitzen.

Als Grund für die jetzt ausgesprochene Gewinnwarnung nennt das Management eine nur sehr langsame Erholung des Chinageschäfts.

Außerordentliche HV, Aktiensplit und Kapitalerhöhung geplant

Neben der Meldung über einen niedrigeren Gewinn hat das Management auch zu einer außerordentlichen HV am 9. Januar geladen. Dort sollen die Anleger einem umgekehrten Aktiensplit von 10:1 zustimmen, um so bei aktuell niedrigen Kurs die Voraussetzungen für eine außerdem geplante Kapitalerhöhung zu schaffen. Denn für die Kapitalerhöhung müsste der Kurs über einem Euro liegen, was durch die den geplanten reverse Split geschafft werden könnte. Die geplante Kapitalerhöhung soll dann einen einstelligen Millionenbetrag in die Kassen spülen.

Zudem soll das defizitäre Osteuropa-Geschäft der Gesellschaft verkauft und das Italiengeschäft geschlossen werde.

Also schwaches China-Geschäft, unrentables Geschäft in Osteuropa und Italien, Senkung der Gewinnprognose, erst Kapitalherabsetzung damit nachfolgend eine Kapitalerhöhung funktioniert: und damit Baustellen über Baustellen, die momentan Windeln.de belasten. Und damit auch die Aktionäre, die auf einen Haufen von Verlusten sitzen. Man darf gespannt sein, ob (und wenn ja, wann) die Menge an Problemen tatsächlich gelöst werden kann. Solange hier weiter so eine große Menge an Unwägbarkeiten besteht, wartet der Value-Investor auf jeden Fall ab. Aber auch für den spekulativ orientierten Trader bietet sich momentan noch kein wirkliches Einstiegsszenario an.

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