Der kalte Winter hinterlässt Bremsspuren in der Bilanz. Bei Wienerberger klaffen die Markterwartungen und die harte Realität auf der Baustelle spürbar auseinander. Die Analysten der UBS ziehen nun Konsequenzen und korrigieren ihre Prognosen für den österreichischen Baustoffhersteller nach unten.
Analysten kürzen Gewinnerwartungen
Die Schweizer Großbank senkt ihr Kursziel von 25 auf 23 Euro. Das Votum bleibt auf „Sell“. Ein saisonal bedingt schwaches erstes Quartal drückt auf die Stimmung. Gestiegene Kosten für Personal und Energie lassen sich am Markt nicht vollständig an die Kunden weitergeben.
An der Börse spiegelt sich diese Skepsis wider. Mit einem aktuellen Kurs von 25,14 Euro notiert das Papier knapp elf Prozent unter der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 17 Prozent.
Die Folge: Die UBS-Experten haben ihre Gewinnschätzungen detailliert angepasst. Sie liegen damit deutlich unter dem allgemeinen Marktkonsens:
– EPS-Prognose 2026 (UBS): 2,00 Euro (Konsens: 2,29 Euro)
– EPS-Prognose 2027 (UBS): 2,60 Euro (Konsens: 2,71 Euro)
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Baukrisen und hohe Schulden
Der Wohnungsneubau in Kernmärkten wie Deutschland und Frankreich schwächelt weiterhin. Wienerberger steuert mit strikter Kostendisziplin dagegen. Die Nettoverschuldung bleibt mit 1,64 Milliarden Euro dennoch ein belastender Faktor. Das entspricht dem 2,2-fachen des operativen Ergebnisses.
Parallel dazu ordnen Großinvestoren ihre Positionen neu. Der Vermögensverwalter BlackRock meldet aktuell einen Stimmrechtsanteil von 4,62 Prozent an dem Baustoffkonzern. Das Management selbst bindet Führungskräfte in diesem Monat mit der Zuteilung von rund 17.000 eigenen Aktien.
Echte Klarheit bringt der kommende Monat. Im Mai veröffentlicht Wienerberger die detaillierten Zahlen für das erste Quartal 2026. Auf der anschließenden Hauptversammlung stimmt das Unternehmen über die Gewinnverwendung ab. Marktbeobachter kalkulieren derzeit mit einer Dividende von 0,95 Euro je Aktie.
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