Wienerberger kämpft mit anhaltend schwachem Wohnungsneubau in Großbritannien, den USA und Kanada. Nach Unternehmensangaben fiel zudem der saisonale Aufschwung im September schwächer aus als erwartet. Zugleich belasteten höhere Kosten das Geschäft, die sich durch Preiserhöhungen und Effizienzmaßnahmen nicht vollständig ausgleichen ließen.
Nachfrage und Kosten belasten
Seit Ende August sind nach Angaben von Wienerberger die Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten deutlich gestiegen. Im dritten Quartal konnten die Gegenmaßnahmen diesen Anstieg nicht vollständig auffangen. Damit traf die schwache Nachfrage auf zusätzlichen Kostendruck.
Die bereits gesenkte EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt bei 640–650 Mio. €. Als Gründe für die Anpassung hatte Wienerberger sowohl die enttäuschende Nachfrageentwicklung als auch die höheren Kosten genannt.
Bei der vorsichtigen Einschätzung vor gut einer Woche verwies Jefferies auf fehlende Überzeugung für eine baldige Erholung des US-Wohnungsneubaus. Mögliche europäische Nachfrageimpulse erwartete das Analysehaus eher 2027. Jefferies nahm die Bewertung mit einer Halteempfehlung und einem Kursziel von 16 € auf.
Neues Kursziel und nächster Bericht
Am Donnerstag bestätigte On Field Investment Research die neutrale Empfehlung für Wienerberger. Das Analysehaus senkte sein Kursziel von 33,0 € auf 20,0 €. Eine Änderung der Einstufung war mit dieser Zielsenkung nicht verbunden.
Die Aktie verlor am Freitag 1,5% und schloss bei 16,14 €. Damit endete der Handelstag nach der am Donnerstag veröffentlichten Kurszielanpassung erneut mit einem Rückgang.
Am 12. November veröffentlicht Wienerberger die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026. Für denselben Tag hat das Unternehmen außerdem ein Update zur strategischen Überprüfung und zu den beschleunigten Kostenoptimierungen angekündigt.
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