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Wienerberger Aktie: Gerhard Hanke neuer Vize-Chef

Wienerberger ernennt Gerhard Hanke zum Vize-Vorstandschef und treibt Zukäufe voran, während die Aktie unter Druck bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gerhard Hanke wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender
  • Übernahme der serbischen Univerzum Group
  • Kurs seit Jahresbeginn um 21,5 Prozent gefallen
  • Strategiewechsel hin zur energetischen Sanierung

Das Handelsvolumen schnellt nach oben, der Kurs bleibt schwach. Bei Wienerberger passiert gerade mehr, als der Aktienkurs zeigt.

Ein neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender, frische Zukäufe – und eine Aktie, die seit Jahresbeginn 21,55 Prozent verloren hat. Am Montag schloss das Papier bei 23,74 Euro. Das sind 1,68 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Umbau im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat die Vertretungsbefugnisse neu geordnet. Gerhard Hanke, bisher COO für Zentral- und Osteuropa, wird zum 1. Juni 2026 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Die Personalentscheidung fällt mitten in eine Konsolidierungsphase.

Parallel dazu integriert Wienerberger jüngste Übernahmen. Erst Ende Mai kaufte der Konzern die serbische Univerzum Group, einen Hersteller von Hintermauerziegeln. Das Ziel: mehr Präsenz in den Wachstumsmärkten Südosteuropas.

Expansion gegen den Trend

Die Strategie ist klar: zukaufen, während der Neubau in Europa schwächelt. Das hohe Zinsumfeld belastet die Branche seit Monaten. Wienerberger setzt stattdessen verstärkt auf die energetische Sanierung.

Der im Frühjahr abgeschlossene Kauf von Italcer brachte neue Keramiklösungen für den Innen- und Außenbereich. Das Management will so unabhängiger von der Neubau-Volatilität werden.

Technische Signale

Die hohen Volumina vom Montag könnten charttechnisch motiviert sein. Ein Kreuzen des 38-Tage-Durchschnitts wurde gemeldet. Kurzfristig orientierte Anleger dürften darauf reagiert haben.

Der RSI liegt bei 50,3 – neutral. Weder überkauft noch überverkauft. Mit 28,15 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 33,04 Euro bleibt aber Luft nach oben.

Wichtig wird nun die operative Umsetzung der Synergien aus den Übernahmen. Die neuen Vorstandsstrukturen sollen dafür sorgen, dass die Integration reibungslos läuft. Ob das gelingt, zeigt sich in den kommenden Quartalen.

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