Starke operative Basis, schwacher Kurs — bei Wienerberger klaffen Realität und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn um rund 25 Prozent einbrach, sieht die Erste Group in dem Baustoffkonzern eine klare Kaufgelegenheit. Analyst Michael Marschallinger reagiert zwar auf die jüngsten Quartalszahlen mit einer Zielpreissenkung, hält aber an seiner optimistischen Grundhaltung fest.
Niedrigere Gewinnerwartungen bremsen Zielpreis
Der Auslöser für die Korrektur liegt in gedämpften Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Die Erste Group reduzierte das Kursziel für Wienerberger von zuvor 36,60 Euro auf nun 34,70 Euro.
Parallel dazu schraubten die Experten ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie zurück. Für 2026 rechnen sie nun mit 2,07 Euro statt der bisherigen 2,55 Euro. Auch für die Folgejahre fallen die Schätzungen moderater aus.
Unterbewertung trotz operativer Resilienz
Trotz dieser Anpassungen bleibt die Empfehlung auf „Buy“. Der aktuelle Börsenkurs von 22,78 Euro markiert eine deutliche Diskrepanz zum fairen Wert, zumal die Aktie sich weiterhin nahe ihrem 52-Wochen-Tief bewegt.
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Die Analysten begründen das Festhalten an der Kaufempfehlung mit einem massiven Bewertungsabschlag zur internationalen Konkurrenz. Das Portfolio sei durch den Fokus auf Renovierung und Infrastruktur inzwischen robuster gegen Schwankungen im Neubausektor aufgestellt. Diese operative Stärke werde vom Kapitalmarkt derzeit nicht vollständig honoriert.
Die robuste Cash-Generierung soll weiterhin stabile Ausschüttungen ermöglichen. Für das Jahr 2026 wird eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie erwartet. In den Folgejahren halten die Experten sogar Steigerungen auf 1,20 Euro für möglich.
In den kommenden Monaten rückt die Integration jüngster Zukäufe in den Mittelpunkt. Fortschritte bei der Strategie „Fit for Growth“ sowie die Nachfrage im Bereich Wasser- und Energiemanagement geben die weitere Richtung vor.
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