Startseite » Aktien » Wienerberger Aktie: Erste Group senkt Ziel auf 34,70 Euro

Wienerberger Aktie: Erste Group senkt Ziel auf 34,70 Euro

Trotz gesenkter Gewinnprognosen stuft die Erste Group Wienerberger als unterbewertet ein und bestätigt die Kaufempfehlung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von 36,60 auf 34,70 Euro gesenkt
  • Kaufempfehlung trotz Gewinnprognose-Reduktion
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • Fokus auf Renovierung und Infrastruktur

Starke operative Basis, schwacher Kurs — bei Wienerberger klaffen Realität und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn um rund 25 Prozent einbrach, sieht die Erste Group in dem Baustoffkonzern eine klare Kaufgelegenheit. Analyst Michael Marschallinger reagiert zwar auf die jüngsten Quartalszahlen mit einer Zielpreissenkung, hält aber an seiner optimistischen Grundhaltung fest.

Niedrigere Gewinnerwartungen bremsen Zielpreis

Der Auslöser für die Korrektur liegt in gedämpften Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Die Erste Group reduzierte das Kursziel für Wienerberger von zuvor 36,60 Euro auf nun 34,70 Euro.

Parallel dazu schraubten die Experten ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie zurück. Für 2026 rechnen sie nun mit 2,07 Euro statt der bisherigen 2,55 Euro. Auch für die Folgejahre fallen die Schätzungen moderater aus.

Unterbewertung trotz operativer Resilienz

Trotz dieser Anpassungen bleibt die Empfehlung auf „Buy“. Der aktuelle Börsenkurs von 22,78 Euro markiert eine deutliche Diskrepanz zum fairen Wert, zumal die Aktie sich weiterhin nahe ihrem 52-Wochen-Tief bewegt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Wienerberger?

Die Analysten begründen das Festhalten an der Kaufempfehlung mit einem massiven Bewertungsabschlag zur internationalen Konkurrenz. Das Portfolio sei durch den Fokus auf Renovierung und Infrastruktur inzwischen robuster gegen Schwankungen im Neubausektor aufgestellt. Diese operative Stärke werde vom Kapitalmarkt derzeit nicht vollständig honoriert.

Die robuste Cash-Generierung soll weiterhin stabile Ausschüttungen ermöglichen. Für das Jahr 2026 wird eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie erwartet. In den Folgejahren halten die Experten sogar Steigerungen auf 1,20 Euro für möglich.

In den kommenden Monaten rückt die Integration jüngster Zukäufe in den Mittelpunkt. Fortschritte bei der Strategie „Fit for Growth“ sowie die Nachfrage im Bereich Wasser- und Energiemanagement geben die weitere Richtung vor.

Anzeige

Wienerberger-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Wienerberger-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Wienerberger-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Wienerberger-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Wienerberger: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Wienerberger

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.