Der Edelmetall-Streaming-Spezialist Wheaton Precious Metals rückt durch neue Entwicklungen bei einem seiner wichtigen Finanzierungsprojekte in Südamerika in den Fokus der Anleger.
Während der Goldmarkt von massiven Zuflüssen in börsengehandelte Fonds (ETFs) profitiert, meldete der Partner Salazar Resources Fortschritte beim Bau des El-Domo-Projekts in Ecuador. Wheaton stellt für dieses Vorhaben einen erheblichen Teil des Kapitals bereit und sichert sich damit langfristige Lieferrechte für Edelmetalle zu planbaren Konditionen.
Finanzierung für El-Domo-Projekt schreitet voran
Im Rahmen der Bauarbeiten am Curipamba-El-Domo-Projekt wurden bis zum 30. Juni insgesamt 66,2 Millionen US-Dollar investiert. Wheaton Precious Metals unterstützt die Entwicklung mit einer Streaming-Finanzierung in Höhe von insgesamt 175,5 Millionen US-Dollar.
Berichten zufolge hat das Unternehmen davon bereits rund 87,8 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Die zweite Tranche in Höhe von 43,9 Millionen US-Dollar floss am 31. Juli an die Projektbetreiber.
Das Vorhaben, das gemeinsam von Salazar Resources und Silvercorp betrieben wird, zielt auf eine Inbetriebnahme im Juli 2027 ab. Für Wheaton bedeutet dieses Projekt eine Erweiterung des Portfolios um eine Anlage mit einer geplanten Minenlaufzeit von etwa elf Jahren.
Die Reserven werden auf über sieben Millionen Tonnen Erz geschätzt, wobei neben Kupfer auch signifikante Gold- und Silbergehalte von 2,55 Gramm pro Tonne beziehungsweise 1,55 Gramm pro Tonne erwartet werden.
Rekordzuflüsse am Goldmarkt stützen das Geschäftsmodell
Parallel zu den operativen Fortschritten in Ecuador profitiert Wheaton von einem äußerst positiven Marktumfeld für Edelmetalle. Laut Daten des World Gold Council (WGC) verzeichneten globale Gold-ETFs im August Zuflüsse in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar. Dies stellt den zweithöchsten Monatswert der Geschichte dar.
Seit Jahresbeginn summierten sich die Zuflüsse damit auf insgesamt 29 Milliarden US-Dollar, was das wachsende Interesse institutioneller Investoren an einer Absicherung gegen geopolitische und fiskalische Risiken unterstreicht.
Das Geschäftsmodell von Wheaton Precious Metals gilt in diesem Umfeld als besonders vorteilhaft. Als Streaming-Unternehmen betreibt Wheaton keine eigenen Minen, sondern finanziert Bergbauprojekte vorab gegen das Recht, künftige Produktionen zu einem Festpreis unterhalb des Marktniveaus zu erwerben. Dies minimiert die operativen Risiken und bietet gleichzeitig einen starken Hebel auf steigende Edelmetallpreise.
Marktanalysen zeigen zudem, dass die Margen im Goldsektor zuletzt deutlich gestiegen sind, wobei die durchschnittlichen Kostenmargen der Branche im ersten Quartal dieses Jahres Rekordwerte erreichten.
Strategische Positionierung und Marktentwicklung
Trotz steigender Renditen bei US-Staatsanleihen, die am Mittwoch bei etwa 4,8 Prozent notierten, hielt sich der Goldpreis stabil im Bereich von 4.400 US-Dollar pro Unze.
Wheaton Precious Metals setzt auf ein Portfolio, das überwiegend aus sogenannten Tier-1-Minen besteht. Diese zeichnen sich durch niedrige Produktionskosten und eine hohe Planungssicherheit der Cashflows aus. Während traditionelle Minenbetreiber mit steigenden Kosten für Energie und Personal kämpfen, bleibt die Kostenstruktur für Streaming-Anbieter weitgehend stabil.
In diesem Marktumfeld zeigte die Aktie von Wheaton Precious Metals zuletzt eine robuste Tendenz. Das Papier schloss am gestrigen Mittwoch bei 135,15 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,2 Prozent entspricht.
Seit Jahresbeginn konnte der Wert damit bereits um 31 Prozent zulegen und unterstreicht damit die starke Marktposition des Unternehmens im aktuellen Edelmetall-Zyklus. Anleger achten nun verstärkt auf die weiteren Baufortschritte in Ecuador sowie die Entwicklung der globalen ETF-Nachfrage.
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