Die Quartalszahlen lagen deutlich über den Erwartungen — und trotzdem rutschte die Aktie am Freitagmorgen um mehr als sieben Prozent ab. Was steckt dahinter?
Auf den ersten Blick wirkt die Reaktion paradox. Western Digital meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,72 Dollar — 36 Cent über dem Analystenkonsens. Der Umsatz kletterte um 45 Prozent auf 3,34 Milliarden Dollar und übertraf damit die Schätzungen von 3,23 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge übersprang erstmals in der Unternehmensgeschichte die 50-Prozent-Marke und landete bei 50,5 Prozent.
Der Haken: Die Aktie war in den Wochen vor dem Bericht bereits um mehr als 60 Prozent gestiegen. Der Markt hatte die guten Neuigkeiten schlicht vorweggenommen.
Cloud als Wachstumsmotor
Der eigentliche Treiber hinter den Zahlen ist das Cloud-Geschäft. Rund 89 Prozent des Quartalsumsatzes — etwa drei Milliarden Dollar — entfallen auf Cloud-Kunden, darunter Hyperscaler und große Rechenzentrum-Betreiber, die ihren Speicherbedarf für KI-Anwendungen massiv ausbauen. Das Segment wuchs im Jahresvergleich um 48 Prozent.
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Dazu kommt eine starke Cashflow-Entwicklung: Der operative Cashflow stieg um 121 Prozent auf 1,12 Milliarden Dollar, der freie Cashflow lag bei 978 Millionen Dollar. Parallel dazu kaufte das Unternehmen im Quartal eigene Aktien im Wert von 752 Millionen Dollar zurück und erhöhte die Quartalsdividende um 20 Prozent auf 0,15 Dollar je Anteil.
Ausblick übertrifft Konsens deutlich
Auch der Blick nach vorn kann sich sehen lassen. Für das vierte Quartal 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von 3,55 bis 3,75 Milliarden Dollar — der Mittelpunkt von 3,65 Milliarden Dollar liegt spürbar über den bisherigen Analystenschätzungen von 3,47 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie wird ein Wert von 3,25 Dollar angepeilt, gegenüber einem Konsens von 2,75 Dollar.
Ob die Margen dieses Tempo halten können, bleibt ein offener Punkt. Bank-of-America-Analysten merkten an, dass der schrittweise Anstieg der Bruttomarge auf 51 bis 52 Prozent im kommenden Quartal verhältnismäßig moderat ausfällt — verglichen mit dem Sprung in Q3. Gleichzeitig sehen sie bei den Dollar-pro-Terabyte-Preisen, die im Jahresvergleich um neun Prozent gestiegen sind, weiteren Spielraum nach oben. Langfristige Abnahmeverträge reichen inzwischen bis ins Jahr 2029 — ein deutliches Signal für anhaltend starke Nachfrage.
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