Western Digital steht nach CES 2026 im Rampenlicht: Aussagen zur Schlüsselrolle von Storage für die nächste KI‑Welle und die Indexaufnahme in den Nasdaq‑100 haben die Aktie nach oben getrieben. Kann das Geschäftsmodell die hohe Neubewertung rechtfertigen?
Was die Kurve antreibt
Auslöser der starken Bewegung war eine Einschätzung von Nvidia‑CEO Jensen Huang auf der CES: Er bezeichnete den Storage‑Bereich als „völlig unbedient“ und zentral für das weitere Skalieren generativer KI. Diese Sichtweise hat Kapital in Aktien von Storage‑Anbietern wie Western Digital gelenkt, weil Anleger nun verstärkt auf die physische Infrastruktur hinter KI setzen.
Parallel sorgt die Aufnahme in den Nasdaq‑100 für zusätzlichen Kaufdruck: Passive Fonds und institutionelle Investoren mussten Positionen aufbauen, was die Liquidität erhöhte und Volumenspitzen erklärte. Berichtet wurden zuletzt Handelsvolumina von rund 17,1 Millionen Aktien in der jüngsten Sitzung.
Fundamentale Daten und Analystenstimmen
Die operativen Kennzahlen stützen die Neubewertung teilweise: Western Digital meldete eine Rekordlieferung von 204 Exabyte und ein jährliches Lieferwachstum von 23%. Cloud‑bezogene Umsätze machen laut Unternehmensangaben nahezu 89% des Geschäfts aus — ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen sich zunehmend als Infrastrukturlieferant positioniert.
Margins sprechen ebenfalls für anhaltende Nachfrage und Preisstärke: EBIT‑Marge von 23,5% und Nettomarge von 21,3% deuten darauf hin, dass Western Digital in einem momentan knappen Angebotsumfeld Preissetzungsmacht gewinnt. Gleichzeitig hat Cantor Fitzgerald sein Kursziel auf 250 USD angehoben; Morgan Stanley hält ein „Overweight“ mit Ziel 228 USD.
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Kursdaten im Überblick: Die Aktie notiert aktuell bei 219,38 USD und bewegt sich damit nahe ihrem 52‑Wochen‑Hoch. Über zwölf Monate gesehen liegt die Performance deutlich im zweistelligen Bereich (+249,8%).
Ausblick — worauf es ankommt
Drei Faktoren werden entscheidend bleiben: die Nachhaltigkeit der Hyperscaler‑Nachfrage, fortgesetzte hohe Liefermengen und ob Western Digital Margen auf diesem Niveau verteidigen kann. Die Unternehmensprognose für das zweite Fiskalquartal 2026 (Umsatz rund 2,9 Mrd. USD, verwässertes Ergebnis je Aktie 1,88 USD) bietet einen kurzfristigen Messpunkt für die Robustheit der Geschäftsentwicklung. Zudem bleibt relevant, ob die vertraglichen Lieferzusagen der Großkunden die knappe Angebotslage bis 2027 bestätigen.
Fazit: Technische und fundamentale Treiber haben die Aktie erheblich nach oben gebracht. Solange Liefervolumen, Cloud‑Umsätze und Margen die hohen Erwartungen erfüllen, ist die Neubewertung nachvollziehbar — sollten sich diese Faktoren deutlich abschwächen, würde das Aufwärtsmomentum anfälliger werden.
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