Die Aktie von Western Digital erlebt turbulente Tage. Nach einem Kurssprung von über 160 Prozent seit Jahresbeginn notiert der Speicherhersteller aktuell bei 419,95 Euro – ein Minus von 0,7 Prozent zum Vortag. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 438,05 Euro, das erst vor drei Tagen erreicht wurde, beträgt rund vier Prozent. Anleger scheinen Kasse zu machen, nachdem die Aktie auf Monatssicht 35,6 Prozent zugelegt hat.
Dabei sprechen die Fundamentaldaten eine klare Sprache. Im dritten Fiskalquartal übertraf Western Digital die Erwartungen deutlich: Der Gewinn je Aktie lag mit 2,72 Dollar über der Konsensschätzung von 2,39 Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 45,5 Prozent auf 3,34 Milliarden Dollar – ebenfalls über den Prognosen der Analysten. Treiber ist die ungebrochene KI-Nachfrage, insbesondere aus Rechenzentren. Management-Angaben zufolge würden Kunden ihre Bestellungen bereits ein Jahr im Voraus platzieren.
Insider handeln nach vorgeplanten Mustern
Mitteilungen über Aktienverkäufe von Führungskräften sorgen dennoch für Unruhe. Brian Scott Davis, Chief Sales & Marketing Officer, veräußerte am 11. Mai 10.000 Aktien im Wert von rund fünf Millionen Dollar. Auch CEO Irving Tan war bereits Anfang des Monats aktiv und verkaufte 20.000 Papiere zu einem Durchschnittspreis von 411,84 Dollar. Beide Transaktionen erfolgten im Rahmen von sogenannten Rule-10b5-1-Plänen – also vorab festgelegten Verkaufsprogrammen, die Insidern erlauben, Aktien unabhängig von aktuellen Kursentwicklungen zu handeln. Ein direkter Rückschluss auf das aktuelle Sentiment im Management ist damit nicht zwingend möglich.
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Die institutionelle Seite zeigt ein gemischtes Bild. Der Pensionsfonds Virginia Retirement Systems stockte sein Engagement im vierten Quartal 2025 um fast 100 Prozent auf rund 297.000 Aktien auf. Die Baader Bank dagegen reduzierte ihre Position im gleichen Zeitraum um 37,7 Prozent.
Bewertungsschere öffnet sich
Trotz des beeindruckenden Laufs sind Analysten gespalten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 395 Dollar – in der Spanne unter dem aktuellen Niveau. Ein DCF-Modell eines Analysehauses taxiert den fairen Wert hingegen auf 1.000 Dollar. Die Spanne zeigt, wie stark die Meinungen angesichts der KI-Euphorie auseinandergehen.
Erst vor wenigen Tagen hob Western Digital die Quartalsdividende um 20 Prozent auf 15 Cent je Aktie an – ein Signal des Managements, das auf anhaltendes Vertrauen in die operative Entwicklung deutet. Ob die aktuelle Konsolidierungsphase nur eine Verschnaufpause bleibt, dürfte sich zeigen, wenn die nächsten Quartalszahlen fällig werden.
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