Der Energiedienstleister Weatherford sorgt aktuell mit gleich mehreren spektakulären Finanzierungsrunden für Aufsehen. Das amerikanische Unternehmen platzierte erfolgreich Anleihen im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar mit einer Verzinsung von 6,75 Prozent und Laufzeit bis 2033. Die ursprünglich geplanten 600 Millionen Dollar wurden aufgrund der hohen Nachfrage verdoppelt.
Parallel dazu erhöhte Weatherford sein Rückkaufangebot für ausstehende Anleihen mit 8,625 Prozent Zinsen und Fälligkeit 2030 auf 1,3 Milliarden Dollar. Investoren erhalten 1.023,90 Dollar je 1.000 Dollar Nennwert, sofern sie bis zum 3. Oktober zusagen – ein attraktiver Aufschlag zum Nennwert.
Fitch sieht deutliche Verbesserungen
Die Ratingagentur Fitch honorierte die Fortschritte des Konzerns mit einer Heraufstufung auf ‚BB‘ bei stabilem Ausblick. Besonders beeindruckt zeigten sich die Analysten von den kontinuierlich steigenden Margen seit dem Austritt aus der Insolvenz. Die durchschnittliche EBITDA-Marge kletterte von mageren 9,9 Prozent vor der Pleite (2016-2019) auf beachtliche 20,3 Prozent in den Jahren 2021 bis 2024.
Die erweiterte Kreditlinie von einer Milliarde Dollar mit 600 Millionen Dollar revolvierendem Kredit und 400 Millionen Dollar für Bürgschaften stärkt zusätzlich die Liquiditätsposition. Das Management verfolgt eine ausgewogene Kapitalallokation mit einer Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie und einem 500-Millionen-Dollar-Rückkaufprogramm.
Solide operative Basis schafft Vertrauen
Mit Aktivitäten in etwa 75 Ländern und 17.300 Mitarbeitern verfügt Weatherford über eine breite geografische Diversifizierung. Nur 20 Prozent der Umsätze stammen aus Nordamerika, während internationale Märkte 80 Prozent beitragen – ein Vorteil in volatilen Zeiten.
Der Refinanzierungsschachzug verlängert das Fälligkeitsprofil der Schulden erheblich und reduziert die Zinslast. Die Schließung der Transaktion ist für den 6. Oktober vorgesehen, die Abwicklung des Rückkaufangebots für den 7. Oktober geplant.
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