Kurz vor der entscheidenden Aktionärsabstimmung über die Fusion mit Paramount Skydance rückt ein brisantes Detail in den Fokus. Ein aktueller SEC-Bericht offenbart ein gigantisches Vergütungspaket für den CEO von Warner Bros. Discovery. Während die Wall Street die finanziellen Manöver des Managements lobt, wächst in Hollywood die Sorge vor den Folgen des 111-Milliarden-Dollar-Deals.
Die Abfindungen im Detail
Im Zuge der geplanten Übernahme durch Paramount winken der Führungsetage enorme Summen. Allein CEO David Zaslav soll ein sogenannter „goldener Fallschirm“ im Wert von mindestens 550 Millionen US-Dollar zustehen. Dieses Paket setzt sich primär aus Aktienoptionen im Wert von 517 Millionen Dollar sowie einer Barzahlung von rund 34 Millionen Dollar zusammen. Auch die restliche Führungsriege profitiert massiv von fusionsbedingten Erlösen:
- JB Perrette (Streaming-Chef): 142 Millionen US-Dollar
- Bruce Campbell (Strategie-Chef): 121,5 Millionen US-Dollar
- Gunnar Wiedenfels (Finanzvorstand): 120 Millionen US-Dollar
Interessant ist bei Zaslavs Paket eine berechnete Steuerrückerstattung von 334 Millionen Dollar. Diese Variable sinkt jedoch über die Zeit und entfällt laut den Steuerberatern des Unternehmens komplett, sollte der Deal erst im Jahr 2027 abgeschlossen werden.
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Struktur und abgewehrtes Störmanöver
Finanziert wird die Transaktion durch eine Mischung aus Eigenkapital der Ellison-Familie und massiven Kreditzusagen großer Banken. Paramount bietet den Aktionären 31 Dollar pro Aktie in bar. Ein zuvor unbekanntes Detail aus den Unterlagen zeigt zudem eine abgewehrte Offerte: Im Februar reichte eine in Singapur ansässige Firma namens Nobelis Capital ein vermeintlich bindendes Angebot über 32,50 Dollar je Aktie ein. Die Rechtsberater von Warner Bros. Discovery konnten jedoch weder die nötige Finanzierung noch nennenswerte Vermögenswerte bei dem Bieter nachweisen, woraufhin der Vorschlag ignoriert wurde.
Diese Enthüllungen fallen in eine Phase bemerkenswerter Insider-Aktivitäten. Bereits im vergangenen Monat trennte sich Zaslav von Aktien im Wert von 114 Millionen Dollar, kurz nachdem Paramount den Bieterwettstreit für sich entschieden hatte. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 23,62 Euro und blickt auf einen massiven Wertzuwachs von über 146 Prozent auf Jahressicht zurück. Der Markt preist die Übernahme und den gebotenen Aufschlag somit bereits zu großen Teilen ein.
Ausblick auf die Abstimmung
Die endgültige Entscheidung über die Fusion fällt voraussichtlich im April auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Gleichzeitig laufen die regulatorischen Prüfungen in mehreren Ländern weiter, die für den von Paramount angestrebten Abschluss im dritten Quartal 2026 zwingend erforderlich sind. Verzögert sich das Closing darüber hinaus, zahlt Paramount eine vertraglich vereinbarte Gebühr von 25 Cent pro Aktie für jedes weitere Quartal an die Aktionäre.
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