Am heutigen Freitag stimmen die Aktionäre von Warner Bros. Discovery über ihre Zukunft ab. Während das 111 Milliarden US-Dollar schwere Übernahmeangebot von Paramount auf dem Tisch liegt, sendet das US-Justizministerium ein unmissverständliches Signal. Die Behörde stellt klar, dass politische Verbindungen den Deal nicht beschleunigen werden.
Klare Ansage der Kartellwächter
Das US-Justizministerium (DOJ) positioniert sich im Vorfeld der Abstimmung deutlich. Omeed Assefi, der amtierende Leiter der Kartellabteilung, wies in einem Reuters-Interview Spekulationen über eine politische Einflussnahme scharf zurück. Beobachter hatten zuvor vermutet, dass Paramount aufgrund der Verbindungen von Larry Ellison – dem Vater von Paramount-CEO David Ellison – zu Präsident Donald Trump auf eine milde Prüfung hoffen könnte. Trump selbst hatte zunächst eine Einmischung angedeutet, die Angelegenheit dann aber dem DOJ überlassen. Assefi betonte nun, die Behörde werde bei der Prüfung von Fusionen aggressiv vorgehen.
Der 111-Milliarden-Dollar-Deal
Für die Anteilseigner geht es am heutigen 20. März um ein Angebot von 31 US-Dollar je Aktie in bar. Paramount hatte sich Ende Februar in einem Bieterwettstreit gegen Netflix durchgesetzt. Nachdem das WBD-Board die auf 110,9 Milliarden US-Dollar bezifferte Offerte von Paramount als überlegen einstufte, zog sich Netflix aus dem Rennen zurück. Der Streaming-Konkurrent bezeichnete den Deal als finanziell nicht mehr attraktiv. Die WBD-Aktie ging am gestrigen Donnerstag bei 23,76 Euro aus dem Handel und spiegelt mit diesem deutlichen Abschlag zum Angebotspreis die anhaltende Skepsis des Marktes wider.
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Wachsender Widerstand
Obwohl die Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino-Gesetz auf Bundesebene abgelaufen ist, formiert sich auf anderen Ebenen erheblicher Widerstand. Folgende Instanzen prüfen die Transaktion derzeit:
- Kalifornien: Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat eine eigene, laufende Untersuchung des Deals durch den Bundesstaat bestätigt.
- US-Senat: Die Senatoren Elizabeth Warren und Richard Blumenthal fordern eine nationale Sicherheitsprüfung, da die Übernahme von Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi gestützt wird.
- International: Die Regulierungsbehörden in der Europäischen Union und Großbritannien führen weiterhin eigene, unabhängige Prüfungen durch.
- Gewerkschaften: Die Writers Guild of America warnt vor einer massiven Machtkonzentration bei Studios und Streaming-Diensten zulasten der Kreativen.
Paramount plant den Abschluss der Transaktion für das dritte Quartal 2026. Sollte sich der Prozess darüber hinaus verzögern, greift eine vertraglich vereinbarte Strafgebühr. Für jedes weitere Quartal ohne Abschluss zahlt Paramount den WBD-Aktionären 25 US-Cent pro Aktie. Die Investoren blicken nun auf den 30. September 2026 als entscheidenden Stichtag für die Realisierung der Übernahmeprämie.
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