Warner Bros. Discovery steht mitten in einem Machtkampf, der längst nicht entschieden ist. Obwohl eine überwältigende Mehrheit der Aktionäre ein feindliches Angebot zuletzt abgelehnt hat, erhöht der Bieter den Druck – und parallel rückt der geplante Netflix-Deal stärker in den Fokus der Politik. Entscheidend wird nun, wie standhaft die Anteilseigner bleiben.
Zwei Angebote – zwei völlig unterschiedliche Logiken
Ende Januar setzte das Management ein Ausrufezeichen: Am 22. Januar 2026 teilte das Unternehmen mit, dass 93% der Aktionäre die feindliche Offerte von Paramount Skydance zurückgewiesen hätten. Die Führung stellte das Konkurrenzangebot als schlechtere Alternative zum bereits verhandelten Netflix-Paket dar.
Paramount Skydance gibt sich davon allerdings unbeeindruckt. Der Bieter hat sein Bar-Tender-Angebot über 30 US-Dollar je Aktie bis 20. Februar 2026 verlängert und wirbt weiter um ein Umdenken. Der Kernkonflikt: Paramount bewertet das gesamte Unternehmen (laut Artikel: 108,4 Mrd. US-Dollar), während Netflix gezielt die Streaming- und Studio-Assets übernehmen will.
Regulierung rückt in den Mittelpunkt
Zusätzliche Brisanz kam diese Woche aus Washington. Am Dienstag (3. Februar 2026) sagte Netflix-Co-CEO Ted Sarandos vor dem Senats-Unterauschuss für Kartellrecht aus. Er verteidigte den geplanten Zukauf (Enterprise Value laut Artikel: 82,7 Mrd. US-Dollar) mit dem Argument, mehr Größe könne Kosten senken und traditionelle Studio-Assets langfristig absichern.
Politisch wichtig: Berichte dieser Woche deuten darauf hin, dass US-Präsident Donald Trump klarstellte, er werde sich nicht persönlich in die Prüfung des Justizministeriums zu den konkurrierenden Offerten einmischen. Der Markt wertet das laut Quelltext als Rückkehr zu „normalen“ regulatorischen Abläufen.
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Diese Termine entscheiden im Februar
Für Anleger verdichten sich die Ereignisse auf zwei Daten – und damit auch die Frage: Wie belastbar ist die Aktionärs-Absage an Paramount wirklich?
- 20. Februar 2026: Fristende des verlängerten Paramount-Tender-Angebots – ein Gradmesser, ob der Bieter doch noch genug Unterstützung einsammelt.
- 26. Februar 2026: Veröffentlichung der Q4/2025-Zahlen – der erste tiefe Blick in die operative Lage seit der Eskalation des Übernahmekampfs. Im Fokus stehen laut Artikel vor allem Kundenwachstum und Kündigungsraten im Direct-to-Consumer-Geschäft.
Auch die Struktur des Netflix-Vorschlags ist klar umrissen: Netflix will die Premium-Assets (u.a. HBO, Warner Bros. Pictures, DC Studios) zu rund 27,75 US-Dollar je Aktie übernehmen. Die übrigen linearen Netzwerke sollen später 2026 in eine neue Einheit namens „Discovery Global“ ausgegliedert werden.
Am Aktienmarkt zeigt sich der Titel zuletzt leichter: 22,50 Euro aktuell nach 22,63 Euro gestern. Damit bleibt die Aktie kurzfristig unter Druck, während die nächsten beiden Februar-Termine das weitere Drehbuch dieses Übernahmepokers schreiben dürften.
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