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Symbolbild, KI-generiert

Warner Bros. Discovery Aktie: Übernahme unter Druck

Die geplante Mega-Fusion von Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance sieht sich mit regulatorischen Hürden und politischem Widerstand konfrontiert. Die Teamsters-Gewerkschaft hat das Justizministerium zum Eingreifen aufgefordert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Teamsters fordern Blockade durch Justizministerium
  • Fusion birgt Schuldenlast von 79 Milliarden Dollar
  • WBD-Führungskräfte verkaufen Aktien vor Deal-Abschluss
  • Zeitplan für Abschluss im dritten Quartal 2026

Die geplante 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance gerät zunehmend unter regulatorischen Druck. Die Teamsters, eine der größten Gewerkschaften der USA mit 1,3 Millionen Mitgliedern, haben das Justizministerium formell aufgefordert, den Deal zu blockieren — und bringen damit eine neue, politisch brisante Dimension ins Spiel.

Gewerkschaft schaltet DOJ ein

Die International Brotherhood of Teamsters reichte diese Woche einen detaillierten Bericht bei der Antitrust-Abteilung des Justizministeriums ein. Die Gewerkschaft sieht in der Fusion eine direkte Bedrohung für rund 15.000 Filmarbeiter und verweist auf Disneys Übernahme von 20th Century Fox im Jahr 2019 als warnendes Beispiel: Damals folgten Stellenabbau, geschlossene Produktionseinheiten und gestrichene Projekte. Weder Paramount noch Warner Bros. hätten bislang verbindliche Zusagen zum Schutz der Beschäftigten gemacht.

Besonders pikant ist die politische Konstellation: Teamsters-Präsident Sean O’Brien gilt als Verbündeter von Präsident Donald Trump und war an der Nominierung von Lori Chavez-DeRemer als Arbeitsministerin beteiligt. Ob O’Briens Widerstand Einfluss auf Trumps Haltung hat — der seinerseits eine persönliche Beziehung zu Paramount-CEO David Ellison und dessen Vater Larry Ellison pflegt — ist offen.

Schulden, Synergien und skeptische Blicke

Ellison trat erstmals vor rund 160 leitende Angestellte von Warner Bros. Discovery in Burbank und sprach etwa zehn Minuten über den Deal. Er bekräftigte das Ziel, gemeinsam 30 Filme pro Jahr zu produzieren, und nannte Kosteneinsparungen von bis zu sechs Milliarden Dollar durch Synergien. Konkrete Angaben zu Stellenabbau vermied er — die meisten Einsparungen sollten nicht durch Entlassungen entstehen, so Ellison.

Das kombinierte Unternehmen würde allerdings mit rund 79 Milliarden Dollar Schulden starten. Paramount hat zudem eine Breakup Fee von sieben Milliarden Dollar zugesagt, falls der Deal keine Genehmigung erhält, sowie 2,8 Milliarden Dollar für die bereits bestehende Vereinbarung mit Netflix, die WBD im Falle eines Scheiterns schulden würde.

Insider verkaufen vor Abschluss

Während der Deal noch auf Genehmigung wartet, hat WBD-CEO David Zaslav laut SEC-Unterlagen am 3. März Aktien im Wert von rund 114 Millionen Dollar verkauft. Auch CFO Gunnar Wiedenfels und weitere Führungskräfte trennten sich von Anteilen. Bemerkenswert: Der Verkaufskurs lag mit rund 28 Dollar je Aktie etwa zehn Prozent unter dem von Paramount gebotenen Übernahmepreis von 31 Dollar.

Der Abschluss des Deals ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Für jeden weiteren Quartalsverzug danach hat Paramount eine Ausgleichszahlung von 25 Cent je Aktie zugesagt. Angesichts des laufenden DOJ-Verfahrens, des Widerstands der Writers Guild of America und der Lobbyarbeit einzelner Staatsanwälte erscheint dieser Zeitplan ambitioniert.

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