Paramount Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery für 110 Milliarden Dollar – in bar, für 31 Dollar je Aktie. Nach einem wochenlangen Bietergefecht mit Netflix ist die Entscheidung gefallen. Der Deal gilt als eine der größten Medienkonsolidierungen des Jahrzehnts und wird die Branche nachhaltig verändern.
Netflix zieht sich zurück
Das Rennen um Warner Bros. Discovery endete am 26. Februar 2026, als Netflix-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters offiziell ihren Rückzug erklärten. Das Streaming-Unternehmen hatte zuvor rund 82,7 Milliarden Dollar geboten, konnte aber mit dem finalen Gegenangebot von Paramount nicht mithalten. Die Co-CEOs begründeten den Schritt damit, dass ein erneutes Nachbessern nicht mehr zur Kapitalallokationsstrategie von Netflix passe.
Der Vorstand von Warner Bros. Discovery hatte das Paramount-Angebot zuvor als überlegen eingestuft. Die Transaktion bewertet das Unternehmen mit dem 7,5-Fachen des erwarteten EBITDA für 2026 – nach geplanten Synergien. Zum Abschluss rechnet der kombinierte Konzern mit einem Verschuldungsgrad von 4,3x Net Debt zu EBITDA. Paramount will innerhalb von drei Jahren ein Investment-Grade-Rating erreichen.
Finanzierung steht
Die Übernahme wurde von beiden Verwaltungsräten einstimmig gebilligt. 47 Milliarden Dollar an Eigenkapital kommen von der Ellison-Familie und RedBird Capital Partners. Paramount wird dafür neue Aktien der Klasse B zu 16,02 Dollar ausgeben. Bestehende Aktionäre erhalten zudem die Möglichkeit, sich über ein Bezugsrechtsangebot von bis zu 3,25 Milliarden Dollar zu beteiligen.
Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Sollte sich die Transaktion über den 30. September hinaus verzögern, erhalten Aktionäre eine zusätzliche „Ticking Fee“ von 0,25 Dollar je Aktie pro Quartal. Strategisch verpflichtet sich das fusionierte Unternehmen, mindestens 30 Kinofilme jährlich zu produzieren – ein klares Signal für das Festhalten am klassischen Geschäftsmodell.
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Analystenstimmen gespalten
Die Aktie von Warner Bros. Discovery hat seit Jahresbeginn stark zugelegt und notiert aktuell nahe 28,25 Dollar – ein Plus von 162 Prozent innerhalb eines Jahres. Am Freitagnachmittag reagierte der Markt mit deutlichen Kursgewinnen: Paramount legte 20 Prozent zu, Netflix 12,5 Prozent.
TD Cowen behält sein Hold-Rating mit einem Kursziel von 26 Dollar bei und verweist auf mögliche regulatorische Hürden. Während die Zustimmung der US-Bundesbehörden wahrscheinlich sei, könnten Widerstände aus Kalifornien oder Europa kommen. Raymond James stufte die Aktie von Outperform auf Underperform herab.
Die Übernahme fällt zeitlich mit der Veröffentlichung der Q4-2025-Zahlen zusammen. Warner Bros. Discovery übertraf mit 9,46 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen, wies aber einen Verlust von 0,10 Dollar je Aktie aus. Die finale Bewertung der Transaktion wird davon abhängen, wie schnell Synergien gehoben werden – und ob Regulierer grünes Licht geben.
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