Paramount Skydance hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery für 111 Milliarden US-Dollar abgeschlossen – ein Deal, der die Medienlandschaft neu ordnen soll. Doch der Preis für diesen Schritt ist hoch, und die Finanzmärkte haben das bereits quittiert.
Schulden als Achillesferse
Der vereinbarte Kaufpreis liegt bei 31,00 US-Dollar je Aktie. Um den Deal zu sichern, zahlte Paramount Skydance zudem eine Ausstiegsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix, das zuvor mit einem niedrigeren Angebot von 83 Milliarden Dollar im Rennen gewesen war, sich aber Anfang März 2026 zurückgezogen hatte.
Die Finanzierungsstruktur des Deals belastet den Käufer erheblich. Fitch Ratings stufte die Kreditwürdigkeit von Paramount Skydance am 10. März auf „BB+“ herab – damit rutschte die Bewertung in den sogenannten Junk-Bereich. Auslöser ist die enorme Schuldenlast: Die kombinierte Nettoverschuldung des neuen Unternehmens wird auf 79 bis 90 Milliarden Dollar geschätzt. Die Aktie von Warner Bros. Discovery verlor in den ersten Handelssitzungen dieser Woche rund 4,8 Prozent.
Streaming-Fusion und langer Regulierungsweg
CEO David Ellison setzt auf Synergien von rund 6 Milliarden Dollar jährlich. Ein zentrales Element der Integrationsstrategie ist die Zusammenführung der Streaming-Plattformen Max und Paramount+ zu einem einzigen Dienst – geplant bis 2027.
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Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Analysten erwarten, dass das US-Justizministerium und die Wettbewerbsbehörde FTC die Transaktion mindestens 18 Monate lang prüfen werden. Um Aktionäre während dieser Wartezeit zu entschädigen, enthält der Vertrag eine sogenannte „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar je Aktie und Quartal.
Netflix setzt auf eigene Stärke
Während Paramount Skydance auf Konsolidierung setzt, geht Netflix einen anderen Weg. Der Streaming-Marktführer kündigte nach seinem Rückzug aus den Verhandlungen ein Rekord-Contentbudget von 20 Milliarden Dollar für 2026 an – teilweise finanziert durch die erhaltene Ausstiegsgebühr. Der Fokus liegt auf organischem Wachstum, Live-Sport und Eigenproduktionen.
Ob die Rechnung für Paramount Skydance aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, ob die versprochenen Synergien die Schuldenlast tatsächlich kompensieren können. Das wird sich frühestens nach Abschluss des Regulierungsverfahrens – voraussichtlich nicht vor Mitte 2027 – zeigen.
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