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Warner Bros. Discovery Aktie: Investor rebelliert

Der Investor Ancora Holdings fordert den Stopp der Netflix-Übernahme und droht mit einem Stellvertreterkampf, während ein verbessertes Angebot von Paramount vorliegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktivist Ancora lehnt Netflix-Deal als riskant ab
  • Paramount bietet höheren Barpreis pro Aktie
  • Proxy-Fight bei Hauptversammlung 2026 angedroht
  • Verwaltungsrat prüft Angebote, hält an Netflix fest

Warner Bros. Discovery steht vor einer handfesten Aktionärsrebellion. Der Aktivist Ancora Holdings fordert den Verwaltungsrat öffentlich auf, die Netflix-Übernahme zu stoppen – und droht mit einem Stellvertreterkampf.

Die Ausgangslage ist brisant: Während die Führung des Medienkonzerns eine komplexe Fusion mit Netflix favorisiert, liegt ein konkurrierendes Übernahmeangebot von Paramount Skydance auf dem Tisch. Ancora, das mit rund 200 Millionen Dollar investiert ist, hat sich nun eindeutig positioniert.

Klare Ansage des Aktivisten

In einer am Donnerstag veröffentlichten Präsentation bezeichnet Ancora die Netflix-Transaktion als „fehlerhaft, minderwertig und hochriskant“. Das Angebot bewertet Warner Bros. Discovery mit etwa 27,75 Dollar je Aktie – eine Mischung aus Bargeld und Anteilen an einer neuen Spin-off-Gesellschaft namens „Discovery Global“.

Der Investor kündigt an, gegen den Netflix-Deal zu stimmen. Falls der Verwaltungsrat nicht einlenkt, droht ein Proxy-Fight bei der Hauptversammlung im Frühjahr 2026. Ancora argumentiert, die Netflix-Fusion würde erhebliche kartellrechtliche Hürden schaffen, da Netflix bereits eine dominante Marktposition im Streaming innehat.

Paramount verbessert Konditionen

Der Zeitpunkt der Intervention ist kein Zufall. Paramount Skydance hat sein feindliches Übernahmeangebot soeben nachgebessert. Die Kernpunkte:

  • Bietpreis: 30 Dollar je Aktie in bar
  • Ticking Fee: 0,25 Dollar pro Aktie und Quartal bei Verzögerungen über den 31. Dezember 2026 hinaus
  • Abfindungszahlung: 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe an Netflix werden von Paramount übernommen
  • Refinanzierungskosten: Bis zu 1,5 Milliarden Dollar für mögliche Umschuldungen gedeckt

Die Finanzierung steht: Die Ellison-Familie und RedBird Capital stellen 43,6 Milliarden Dollar Eigenkapital bereit, flankiert von 54 Milliarden Dollar Fremdfinanzierung.

Markt unentschieden

Die Aktie notiert aktuell bei rund 28 Dollar – ein Mittelweg zwischen beiden Angeboten. Anleger scheinen die Sicherheit des Paramount-Bargebots gegen die Unwägbarkeiten der Netflix-Struktur abzuwägen. Besonders der Spin-off der linearen Kabelnetze in die neue Gesellschaft „Discovery Global“ sorgt für Skepsis, da deren Bewertung stark von künftigen Verschuldungsgraden abhängt.

Der Verwaltungsrat prüft nach eigenen Angaben das überarbeitete Paramount-Angebot, hält aber an seiner Empfehlung für die Netflix-Transaktion fest. Die Aktionäre sollen im April 2026 abstimmen.

Mit Ancora hat sich nun ein finanzstarker Gegenspieler positioniert. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob weitere Investoren dem Beispiel folgen – oder ob der Verwaltungsrat strategisch umschwenkt.

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