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Warner Bros. Discovery Aktie: Eskalation

Die Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery eskaliert, während Netflix sein Angebot zu einer reinen Cash-Offerte umwandeln könnte und Paramount vor Gericht zieht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Paramount verklagt Vorstand wegen Treuepflichtverletzung
  • Netflix erwägt Umstellung auf reines Cash-Gebot
  • Entscheidungsfrist für Aktionäre läuft am 21. Januar ab
  • Proxy-Kampf und Klage erhöhen Volatilität der Aktie

Netflix könnte seine Strategie ändern – und Paramount zieht vor Gericht. Der Kampf um Warner Bros. Discovery erreicht eine neue Dimension. Während der abgelehnte Bieter Paramount Skydance die Unternehmensführung verklagt, erwägt Frontrunner Netflix offenbar, sein bereits akzeptiertes Angebot in ein reines Cash-Gebot umzuwandeln. Die Entscheidung für Aktionäre wird damit noch komplexer.

Zwei Fronten, ein Ziel

Am Dienstag eskalierte die Übernahmeschlacht auf gleich zwei Ebenen.

Paramount Skydance reichte beim Delaware Chancery Court Klage gegen den Vorstand von Warner Bros. Discovery ein. Der Vorwurf: Das Board habe seine Treuepflicht verletzt, indem es Aktionären keine ausreichenden Informationen zur Bewertung des abgelehnten 30-Dollar-Angebots von Paramount bereitstellte. Parallel kündigte Paramount einen Proxy-Kampf an – mit eigenen Kandidaten für den Verwaltungsrat.

Die Reaktion des Boards kam prompt: Die Klage sei „unbegründet“ und eine „Ablenkung“. Das Paramount-Angebot sei dem Netflix-Deal unterlegen und berge erhebliche Finanzierungsrisiken.

Währenddessen arbeitet Netflix laut Bloomberg daran, sein bestehendes Angebot zu überarbeiten. Statt einer Kombination aus Bargeld und Aktien könnte der Streaming-Riese nun eine reine Cash-Offerte vorlegen. Ziel: Die Transaktion vereinfachen und Paramounts Hauptargument – das eigene All-Cash-Angebot sei überlegen – entkräften.

Die konkurrierenden Szenarien

Der Vorstand hatte am 5. Dezember 2025 einem Netflix-Deal im Wert von rund 82,7 Milliarden Dollar zugestimmt. Netflix würde die Streaming- und Studio-Sparte übernehmen, darunter Warner Bros. Pictures, HBO und das DC-Universum. Die linearen TV-Sender würden in ein separates Unternehmen ausgegliedert.

Paramount bietet dagegen 108,4 Milliarden Dollar für das gesamte Unternehmen – komplett in bar. Das Board lehnt ab, verweist auf die hohe Verschuldung, die Paramount für die Finanzierung eingehen müsste, und stuft den Netflix-Deal als wertvoller ein.

Sollte Netflix tatsächlich auf reines Cash umschwenken, würde dies die Ausgangslage verändern. Die strukturellen Unterschiede zwischen beiden Angeboten bleiben jedoch bestehen – ebenso wie die Bewertungsdifferenz.

Entscheidung bis 21. Januar

Die Frist für Aktionäre, ihre Anteile an Paramount zu verkaufen, läuft am 21. Januar 2026 ab. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob Netflix seine Offerte formell anpasst und wie die Klageschrift von Paramount die Stimmung unter Investoren beeinflusst. Der angekündigte Proxy-Kampf bedeutet: Die juristische und kommunikative Auseinandersetzung wird weitergehen – und mit ihr die Volatilität der Aktie.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.