Warner Bros. Discovery steht vor einer Richtungsentscheidung. Zwei Konzerne kämpfen um den Medienriesen – und die Uhr tickt. Bis Ende Februar muss Klarheit herrschen: Geht das Unternehmen an Netflix oder an Paramount Skydance? Die kommenden zehn Tage dürften darüber entscheiden.
Die Ausgangslage:
– Netflix bietet 27,75 Dollar je Aktie plus Beteiligung an abgespaltenem TV-Geschäft
– Paramount Skydance kontert mit 30 Dollar bar für das Gesamtunternehmen
– Tender-Frist läuft am 20. Februar ab
– Quartalszahlen folgen am 27. Februar
Zwei Angebote, zwei Philosophien
Der Verwaltungsrat hat sich einstimmig für das Netflix-Angebot ausgesprochen. Die Struktur sieht vor: 27,75 Dollar Barzahlung für Studio und Streaming-Assets, kombiniert mit Aktien einer neu zu gründenden Gesellschaft namens „Discovery Global“, die das lineare TV-Geschäft (CNN, TNT, TBS) bündelt.
Paramount Skydance hält dagegen mit einem feindlichen Übernahmeangebot von 30 Dollar je Aktie – komplett in bar, ohne Aufspaltung. Auf den ersten Blick liegt Paramount drei Prozent höher. Der Vorstand argumentiert jedoch, das Angebot unterschätze das Wachstumspotenzial und die strategischen Vorteile der Netflix-Variante.
Die entscheidenden Termine
20. Februar: Ablauf der Angebotsfrist
Paramount hat die Frist für sein Übernahmeangebot bis zum 20. Februar verlängert. Bislang zeigen sich Aktionäre zurückhaltend: Berichten zufolge wurden Ende Januar weniger als sieben Prozent der Aktien angedient. Beobachter spekulieren auf eine mögliche Nachbesserung – oder einen Rückzug Paramounts.
27. Februar: Quartalszahlen als Lackmustest
Eine Woche später legt Warner Bros. Discovery die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Dieser Bericht könnte die Waagschale kippen. Zum einen wird er zeigen, wie profitabel das Streaming-Geschäft mittlerweile arbeitet – ein Argument für höhere Bewertungen. Zum anderen bestimmt die Performance der linearen TV-Sender den impliziten Wert der Discovery-Global-Aktien, die Netflix-Deal-Befürworter zusätzlich zum Bargeld erhalten würden.
Politischer Rückenwind
Ein Unsicherheitsfaktor wurde Anfang Februar ausgeräumt. US-Präsident Donald Trump kündigte an, sich nicht persönlich in die kartellrechtliche Prüfung einzumischen. Die Entscheidung liegt beim Justizministerium. Diese Klarstellung hat die politische Risikoprognose verbessert.
Die nächsten zehn Tage werden zeigen, ob Paramount nachbessert oder ob die Aktionäre mehrheitlich auf die Netflix-Variante mit Spinoff-Beteiligung setzen. Die Quartalszahlen am 27. Februar liefern dann die finanzielle Grundlage für die finale Bewertung beider Angebote.
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