Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance für rund 110 Milliarden Dollar steht unter wachsendem regulatorischen Druck. Das US-Justizministerium (DOJ) hat begonnen, Vorladungen im Rahmen seiner Fusionsprüfung auszustellen — ein Zeichen, dass die Behörde die Untersuchung auf eine neue Intensitätsstufe hebt.
Was die Regulatoren genau prüfen
Im Fokus der DOJ-Ermittler stehen die möglichen Auswirkungen auf den Wettbewerb im Streaming-Markt, die Kontrolle über Inhaltsrechte sowie die Produktionskapazitäten der vereinten Studios. Besonders aufmerksam beobachten die Behörden auch die Lage der Kinobetreiber, die bereits durch veränderte Sehgewohnheiten unter Druck stehen. Branchenvertreter befürchten, dass weitere Studiokonsolidierungen die Filmproduktion weiter drosseln könnten.
Auch die Teamsters-Gewerkschaft hat sich zu Wort gemeldet und warnt, der Deal stelle eine „direkte Bedrohung“ für Arbeitsplätze dar. Sie fordert von den Regulatoren, die Transaktion ohne verbindliche Beschäftigungs- und Produktionsgarantien zu blockieren.
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Aktionärsabstimmung am 23. April
Ungeachtet der regulatorischen Widerstände schreitet der formale Prozess voran. Am 23. April 2026 sollen die Aktionäre von Warner Bros. Discovery auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den Zusammenschluss abstimmen. Den Anteilseignern wurde ein Barangebot von 31,00 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt — ein deutlicher Aufschlag gegenüber dem Kurs vor Bekanntgabe der Transaktion. Die Vorstände beider Unternehmen haben dem Deal einstimmig zugestimmt; der Abschluss ist für das dritte Quartal 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer und aktionärsseitiger Genehmigungen.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 23,47 Euro und liegt damit etwa acht Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs. Analysten vergeben im Konsens ein „Hold“-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 26,30 Dollar. Auffällig: Unternehmensinsider haben in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von über 230 Millionen Dollar veräußert.
Ob das DOJ die Transaktion letztlich genehmigt, blockiert oder an Bedingungen knüpft, wird sich spätestens im Vorfeld des geplanten Abschlusses im dritten Quartal entscheiden — und dürfte die Aktie bis dahin in Bewegung halten.
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