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Warner Bros. Discovery Aktie: Deal stärkt Position

Ein neuer Verteilvertrag mit Canal+ stärkt die Streaming-Reichweite, während der Konzern im Fokus eines Bieterkampfs zwischen Netflix und Paramount Skydance steht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vertrag sichert Verbreitung klassischer Sender
  • HBO Max erhält Zugang zu neuen Plattformen
  • Verwaltungsrat favorisiert Netflix-Übernahmeangebot
  • Aktienkurs zeigt deutlichen M&A-Aufschlag

Warner Bros. Discovery startet mit Rückenwind in die neue Woche. Ein wichtiger Verteilvertrag mit Canal+ verhindert die Abschaltung zentraler Sender und öffnet zugleich die Tür für die weitere Expansion von HBO Max. Parallel spitzt sich der Übernahmekonflikt zwischen Netflix und Paramount Skydance zu, der im Kurs bereits einen deutlichen M&A-Aufschlag widerspiegelt.

Neuer Verteilvertrag als Katalysator

Der unmittelbarste Impuls kommt von der Einigung mit Canal+ und der afrikanischen Tochter MultiChoice (DStv). Nach einer angespannten Verhandlungsphase, in der Warner Bros. Discovery mit dem Entzug von Kanälen wie CNN International und Cartoon Network drohte, wurde am Freitag eine Vereinbarung bestätigt.

Wesentliche Punkte des Deals:

  • Weiterverbreitung klassischer Sender: Zentrale lineare Kanäle bleiben auf den Plattformen von Canal+ und DStv. Damit sichert sich der Konzern kontinuierliche Vertriebserlöse.
  • HBO-Max-Integration: Die Streaming-App HBO Max wird in die Set-Top-Boxen von Canal+ und DStv eingebunden. Das stärkt die Reichweite in Europa und Afrika, während das Unternehmen bis Ende 2026 rund 150 Millionen globale Streaming-Abonnenten anpeilt.
  • Strategische Signalwirkung: Die Vereinbarung unterstreicht, dass Warner Bros. Discovery auch im klassischen Distributionsgeschäft noch Verhandlungsmacht besitzt, während der Fokus zunehmend auf Streaming liegt.

Die Aktie hält sich um die Marke von 28,50 US-Dollar und damit nahe den deutlichen Zugewinnen der vergangenen zwölf Monate. Im Hintergrund läuft jedoch eine deutlich größere Geschichte.

Bieterkampf um Warner Bros. Discovery

Der Markt stellt sich darauf ein, dass der Verwaltungsrat in Kürze das feindliche Barangebot von Paramount Skydance über 108,4 Milliarden US-Dollar ablehnt. Medienberichten vom Wochenende zufolge sieht die Unternehmensführung die bereits vereinbarte Fusion mit Netflix im Volumen von 83 Milliarden US-Dollar weiterhin als vorzugswürdig an – trotz des geringeren Nennwerts.

Als Gründe werden angeführt:

  • höhere regulatorische Planbarkeit der Netflix-Transaktion,
  • eine bessere strategische Passung des gemeinsamen Streaming-Geschäfts,
  • Bedenken gegenüber der verschuldungsintensiven Paramount-Offerte, die unter anderem von Larry Ellison gestützt wird.

Auffällig ist, dass der Kurs trotz der erwarteten Ablehnung des höheren Gebots relativ stabil bleibt. Normalerweise setzt eine solche Entscheidung eine Aktie unter Druck. Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass der Markt entweder mit einer nachgebesserten Offerte von Paramount Skydance vor dem 21. Januar rechnet oder dem Netflix-Deal langfristig mehr Wert beimisst.

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Bewertungsniveau und Marktskepsis

Die Situation markiert den Höhepunkt eines turbulenten Jahres für Warner Bros. Discovery. Ausgehend von Tiefstständen um 7,50 US-Dollar hat sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 170 % erholt. Zunächst trieben harte Kostensenkungen und der Turnaround im Direktkundengeschäft (Direct-to-Consumer) die Neubewertung. Dieses Segment erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein EBITDA von 1,3 Milliarden US-Dollar.

Inzwischen spiegelt die Bewertung einen deutlichen Übernahmeaufschlag wider. Der Bieterkampf zwischen Netflix und Paramount Skydance hat den Unternehmenswert nach oben gezogen und damit die Strategie von CEO David Zaslav bestätigt, den Konzern für eine Transaktion zu straffen. Gleichzeitig offenbart der Abstand zwischen den beiden Angeboten – 83 Milliarden versus 108 Milliarden US-Dollar – ein komplexes Bild.

Dass der Kurs um 28,50 US-Dollar notiert und damit unter dem Niveau liegt, das sich aus dem feindlichen Paramount-Angebot (jenseits von 30 US-Dollar) ableiten ließe, zeigt eine gewisse Zurückhaltung. Der Marktpreissignalisiert Zweifel an der Finanzierungskraft von Paramount Skydance oder an der kartellrechtlichen Durchsetzbarkeit des Deals.

Technische Marken und nächste Termine

Kurzfristig rückt der anstehende Verwaltungsratstermin in den Fokus. In den kommenden Tagen wird mit einer offiziellen Empfehlung an die Aktionäre gerechnet, das Paramount-Angebot abzulehnen. Entscheidend wird sein, ob Paramount Skydance die Konditionen nachbessert oder die Frist für das Barangebot über den 21. Januar hinaus verlängert.

Charttechnisch gilt die Zone um 30,00 US-Dollar als psychologisch und taktisch wichtige Hürde, da sie in etwa dem Niveau der feindlichen Offerte entspricht. Auf der Unterseite zeichnet sich bei rund 28,00 US-Dollar eine Unterstützung ab. Ein Bruch dieser Marke könnte signalisieren, dass Arbitrage-Investoren Positionen reduzieren, falls sich der Netflix-Deal mit seinem niedrigeren Bewertungsniveau als einzige realistische Option abzeichnet.

Parallel bleibt der regulatorische Prozess ein zentrales Thema: Die geplante Fusion mit Netflix steht weiterhin unter Beobachtung des US-Justizministeriums. Hier dürften Aussagen aus Washington in den kommenden Wochen entscheidend dafür sein, wie nachhaltig der aktuelle M&A-Aufschlag im Kurs von Warner Bros. Discovery bleibt.

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