Der Kampf um die Zukunft des Mediengiganten Warner Bros. Discovery tritt in eine entscheidende Phase ein. Während Netflix sein Übernahmeangebot für Kernbereiche des Unternehmens auf eine reine Barzahlung umgestellt hat, gibt sich der Konkurrent Paramount Skydance noch nicht geschlagen und verlängert seine Frist für eine feindliche Übernahme. Anleger finden sich inmitten eines strategischen Tauziehens wieder, bei dem das Management einen klaren Favoriten hat.
Netflix setzt auf Planungssicherheit
Am Dienstag, den 20. Januar, passten Warner Bros. Discovery (WBD) und Netflix ihre Vereinbarung an: Die geplante Akquisition der Streaming- und Studio-Sparte durch Netflix soll nun vollständig in bar abgewickelt werden. Der Angebotspreis bleibt bei 27,75 US-Dollar pro WBD-Aktie.
Dieser Schritt eliminiert das Kursrisiko der Netflix-Aktie für die WBD-Anteilseigner und schafft klare Verhältnisse. Um das Tempo hochzuhalten, reichte das Management umgehend erste Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht ein. Ziel ist es, die Aktionäre bereits im April 2026 über diesen Teilverkauf abstimmen zu lassen.
Die feindliche Antwort von Paramount
Nur zwei Tage später reagierte Paramount Skydance auf den Vorstoß. Das Unternehmen verlängerte die Frist für sein konkurrierendes, feindliches Angebot zur Übernahme des Gesamtkonzerns bis zum 20. Februar 2026. Zwar liegt die gebotene Unternehmensbewertung mit 108,4 Milliarden US-Dollar optisch höher, doch das WBD-Board weist den Vorstoß scharf zurück.
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In einer Stellungnahme bezeichnete die Führungsebene das Angebot als „minderwertig“ und verwies auf die damit verbundenen Risiken einer hochgradig verschuldeten Übernahme (Leveraged Buyout). Zudem scheint der Rückhalt bei den Investoren bisher gering: Weniger als 7 Prozent der Aktionäre haben ihre Anteile bislang an Paramount angedient.
Marktreaktion und Kursentwicklung
Der seit Ende 2025 tobende Übernahmekampf hat die Aktie langfristig stark bewegt, doch kurzfristig dominiert Unsicherheit. Das Papier schloss am Freitag bei 24,08 Euro und liegt damit rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Minus von gut 15 Prozent, was darauf hindeutet, dass der Markt die Komplexität und die Risiken der konkurrierenden Deals aktuell neu bewertet.
Blick auf den Kalender
Die nächsten Wochen werden die Richtung vorgeben. Am 20. Februar 2026 läuft die verlängerte Frist für das Paramount-Angebot aus. Nur wenige Tage später, voraussichtlich am 26. Februar, legt Warner Bros. Discovery seine Quartalszahlen vor, die den Fokus kurzzeitig wieder auf das operative Geschäft lenken dürften. Die finale Weichenstellung erfolgt voraussichtlich im April, wenn die Aktionäre über den Bar-Deal mit Netflix entscheiden.
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