Die Weichen für einen gigantischen Medien-Deal sind gestellt. Nachdem sich Netflix aus dem Bietergefecht zurückgezogen hat, unterstützt das Management nun die 110,9 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme durch Paramount Skydance. Obwohl ein lukratives Barangebot auf dem Tisch liegt, reagiert der Markt auffällig zurückhaltend.
Die Lücke zwischen Angebot und Realität
Der Verwaltungsrat hat die Offerte von Paramount Skydance offiziell als überlegenes Angebot eingestuft. Mit 31 US-Dollar je Aktie bewertet der Deal den gesamten Konzern inklusive Filmstudios und Streaming-Diensten. Zwischen dieser Summe und der aktuellen Marktbewertung klafft jedoch eine ungewöhnlich große Lücke. Der Schlusskurs vom Freitag bei 23,77 Euro unterstreicht diesen deutlichen Abschlag zur eigentlichen Übernahmeofferte.
Verantwortlich für diese Diskrepanz sind handfeste Risiken. Anleger fürchten die langwierige kartellrechtliche Prüfung durch das US-Justizministerium, die bis zu 18 Monate dauern könnte. Zusätzlich sorgt der mit der Übernahme verbundene Schuldenberg von fast 80 Milliarden US-Dollar für Verunsicherung auf dem Parkett.
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Netflix winkt ab, Insider verkaufen
Der ursprüngliche Konkurrent Netflix hatte bereits Ende Februar endgültig abgewinkt. Den Verantwortlichen war der Preis schlicht zu hoch geworden, weshalb das Kapital nun primär in eigene Aktienrückkäufe fließt.
Bemerkenswert ist in dieser Phase das Verhalten der WBD-Führungsetage. Kurz nachdem das Paramount-Angebot favorisiert wurde, trennte sich CEO David Zaslav von vier Millionen eigenen Aktien zu einem Durchschnittspreis von gut 28 US-Dollar. Solche Insiderverkäufe im Vorfeld einer Fusion werden von Marktbeobachtern genau registriert, auch wenn Analysten von Wells Fargo ihr Kursziel weiterhin strikt an den gebotenen 31 US-Dollar ausrichten.
Der Zeitplan bis zum Abschluss
Die endgültige interne Entscheidung fällt am 20. März auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Stimmen die Aktionäre zu, beginnt das Warten auf die Kartellbehörden. Um die Geduld der Investoren bei möglichen Verzögerungen zu belohnen, greift ab dem 30. September 2026 eine vertragliche Entschädigungszahlung von 0,25 US-Dollar je Aktie pro Quartal, falls die Transaktion bis dahin nicht abgeschlossen ist.
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