Warner Bros. Discovery steht im Zentrum eines der spannendsten Machtkämpfe der jüngeren Hollywood-Geschichte. Während Netflix bereits eine Einigung zur Übernahme von Teilen des Konzerns erzielt hatte, grätscht nun Paramount Skydance mit einem deutlich verbesserten Angebot dazwischen. Der Verwaltungsrat reagiert offen auf den neuen Vorstoß – und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die den Mediensektor neu ordnen könnte.
Paramount erhöht den Druck
Paramount Skydance hat sein Angebot am 24. Februar offiziell auf 31 US-Dollar pro Aktie angehoben. Dies stellt einen signifikanten Aufschlag gegenüber der vorherigen Offerte von 30 Dollar dar, die vom Management noch als unzureichend abgelehnt worden war. Um Zweifel an der Durchführbarkeit der Transaktion auszuräumen, hat Paramount die Konditionen zudem massiv abgesichert: Sollte der Deal an regulatorischen Hürden scheitern, winkt Warner Bros. Discovery eine Entschädigungszahlung in Höhe von 7 Milliarden Dollar.
Zusätzlich verpflichtete sich Paramount bereits früher, die Vertragsstrafen zu übernehmen, die bei einem Platzen des bestehenden Netflix-Deals fällig würden. Diese aggressive Strategie zielt darauf ab, die Bedenken des Verwaltungsrats hinsichtlich der Finanzierung und der Kartellbehörden zu zerstreuen.
Verwaltungsrat öffnet die Tür
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In einer Pressemitteilung bestätigte das Board von Warner Bros. Discovery, dass das neue Paramount-Angebot „vernünftigerweise erwarten lässt“, zu einem überlegenen Vorschlag zu führen.
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Dies ist der entscheidende Hebel im Vertragswerk: Aktuell existiert eine Vereinbarung mit Netflix, das 27,75 US-Dollar pro Aktie in bar bietet. Dieser Deal umfasst jedoch primär die prestigeträchtigen Studio- und Streaming-Assets (inklusive HBO Max und Marken wie „Harry Potter“) und setzt eine Aufspaltung des Konzerns voraus. Paramount hingegen plant die Übernahme des gesamten Unternehmens, inklusive der linearen Kabelnetzwerke.
Zahlen und Fristen im Fokus
Die Situation spitzt sich zeitlich extrem zu. Bereits morgen, am Donnerstag, wird Warner Bros. Discovery seine Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang von rund 6,4 Prozent, was die Dringlichkeit einer strategischen Lösung unterstreicht. Die Aktie reagierte bereits auf die Nachrichtenlage und notiert aktuell bei 24,95 Euro, was einem Zuwachs von über 145 Prozent auf Jahressicht entspricht.
Für die Aktionäre stehen nun entscheidende Tage an. Netflix besitzt das vertragliche Recht, innerhalb von vier Werktagen auf die neue Situation zu reagieren und sein Angebot nachzubessern. Bis zur geplanten Hauptversammlung am 20. März muss geklärt sein, welche Option für die Investoren den größeren Mehrwert bietet – die Zerschlagung und der Verkauf an Netflix oder die Gesamtübernahme durch das von Oracle-Milliardär Larry Ellison unterstützte Paramount-Konsortium.
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