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Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Einschnitte unvermeidbar?

Politische Bedenken und regulatorische Prüfungen überschatten das Milliardenangebot von Netflix für Warner Bros. Discovery. Analysten erwarten weitere Bieterrunden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Politische Forderung nach strenger Wettbewerbsprüfung
  • Analysten sehen höheres Bieterpotenzial für Warner Bros.
  • Regulatorische Hürden als zentrale Unsicherheitsfaktoren
  • Aktienkurs von Netflix deutlich unter Jahreshoch

Die 83 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Netflix für Warner Bros. Discovery hat in Großbritannien politische Wellen geschlagen. Mehr als ein Dutzend Politiker und ehemalige Entscheidungsträger fordern am 30. Januar 2026 die Wettbewerbsbehörde auf, den Deal einer umfassenden Prüfung zu unterziehen.

Im Zentrum der Sorge steht die Marktmacht des Streaming-Riesen. Die Kritiker befürchten, dass die Übernahme Netflixs ohnehin dominante Position im Streaming-Markt weiter zementieren könnte. Auch in den USA meldete sich FCC-Chairman Brendan Carr zu Wort und äußerte legitime Wettbewerbsbedenken – ein deutliches Signal, dass regulatorische Hürden dem Deal im Weg stehen könnten.

Bieterpoker voraus?

Analyst Laurent Yoon von Bernstein SocGen hält die aktuelle Bewertung von Warner Bros. Discovery für zu niedrig. Er geht davon aus, dass mindestens eine weitere Bieterrunde die Preise nach oben treiben wird – sofern regulatorische Risiken außer Acht gelassen werden. Netflix bewertet den Konzern mit 83 Milliarden Dollar, doch die Frage bleibt: Gibt es weitere Interessenten?

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Tatsächlich hatte sich Barry Diller bereits zuvor an Warner Bros. Discovery gewandt und Interesse am Kauf von CNN bekundet. Dies geschah noch bevor der Konzern Pläne zur Aufspaltung des Unternehmens ankündigte. Die Episode zeigt, dass einzelne Assets von Warner Bros. Discovery durchaus Begehrlichkeiten wecken.

Regulatorische Hängepartie

Für Netflix-Investoren identifiziert Bernstein SocGen drei zentrale Unsicherheitsfaktoren rund um die geplante Transaktion. Das Aufwärtspotenzial für aktuelle Käufer der Netflix-Aktie hänge maßgeblich vom Ausgang und dem zeitlichen Verlauf dieser offenen Fragen ab. Netflix selbst handelt derzeit bei 83,16 Dollar – ein Rückgang von über 35 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 134,12 Dollar im Juni 2025.

Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein. Sowohl die Wettbewerbsbehörden in Großbritannien als auch in den USA werden genau prüfen, ob der Deal die Marktkonzentration im Streaming-Sektor auf ein bedenkliches Niveau hebt. Für Warner Bros. Discovery bedeutet die Situation vor allem eins: Ungewissheit über die Zukunft des Konzerns in seiner jetzigen Form.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.