Warner Bros. Discovery steht im Zentrum eines der größten Übernahmekämpfe der Unterhaltungsbranche. Während der Vorstand den Netflix-Deal favorisiert, bietet Paramount Skydance deutlich mehr Geld – und Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien schauen dem Treiben zunehmend kritisch zu. Die Aktie notiert bei 23,21 Euro, während die Investoren auf eine Entscheidung warten.
Regulierer machen Druck
Am 27. Januar 2026 meldeten sich britische Politiker zu Wort und forderten die Competition and Markets Authority (CMA) auf, die geplante Netflix-Übernahme im Wert von 83 Milliarden US-Dollar genau zu prüfen. Der Vorwurf: Eine solche Fusion würde die Marktkonzentration im Streaming-Geschäft massiv verstärken.
Parallel dazu äußerte die US-Kommunikationsaufsicht FCC Bedenken zur Wettbewerbssituation. Der Grund liegt auf der Hand: Die schiere Größe der fusionierten Streaming-Plattformen könnte den Markt dominieren. Die regulatorischen Hürden könnten den Deal verzögern oder im Extremfall sogar scheitern lassen.
Zwei Angebote, ein Dilemma
Netflix hat rund 27,75 US-Dollar pro Aktie geboten. Aufgrund der Volatilität der eigenen Aktie erwägt das Unternehmen nun, das Angebot in eine reine Barzahlung umzuwandeln, um skeptische Investoren zu beschwichtigen.
Paramount Skydance dagegen bietet 30,00 US-Dollar pro Aktie – in bar. Die Gesamtbewertung liegt bei 108,4 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hat die Frist für sein Angebot bis zum 20. Februar 2026 verlängert.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Der Vorstand von Warner Bros. Discovery empfiehlt einstimmig das niedrigere Netflix-Angebot aus strategischen Gründen
- Über 93 Prozent der Aktionäre folgen bislang der Empfehlung des Vorstands – trotz des höheren Paramount-Gebots
- Die neue Frist für die Paramount-Offerte endet am 20. Februar 2026
Analysten sehen Potenzial
Das Analysehaus Argus erhöhte am 27. Januar 2026 das Kursziel für Warner Bros. Discovery von 28,00 auf 32,00 US-Dollar und bekräftigte die Kaufempfehlung. Das neue Kursziel liegt nicht nur über dem aktuellen Kurs, sondern auch über dem Paramount-Angebot.
Operativ zeigt das Unternehmen weiterhin Stärke. Die Premiere der Game of Thrones-Ableger-Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“ erreichte innerhalb von drei Tagen 6,7 Millionen Zuschauer auf HBO und HBO Max – eine der drei erfolgreichsten Premieren in der Geschichte der Plattform.
Entscheidung am 20. Februar
Am 20. Februar 2026 veröffentlicht Warner Bros. Discovery die Quartalszahlen. Gleichzeitig läuft die Frist für das Paramount-Angebot ab. Die Aktie handelt nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 30,00 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der Markt mit einem erfolgreichen Abschluss rechnet. Welcher Bieter das Rennen macht, bleibt offen – die regulatorischen Risiken beim Netflix-Deal stehen dem finanziell attraktiveren Paramount-Angebot gegenüber.
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