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Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Detaillierte Marktbetrachtung

Der Medienkonzern Warner Bros. Discovery steht zwischen zwei Übernahmeangeboten: Netflix sicherte sich vertraglich Teile des Unternehmens, während Paramount eine feindliche Gesamtübernahme anstrebt. Der Vorstand empfiehlt weiterhin den Netflix-Deal.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Netflix bietet 82,7 Mrd. Dollar für Teile des Konzerns
  • Paramount peilt feindliche Gesamtübernahme für 108,4 Mrd. Dollar an
  • Vorstand empfiehlt einstimmig die Transaktion mit Netflix
  • Aktionärsabstimmung über Netflix-Deal für März geplant

Warner Bros. Discovery steht plötzlich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Zukunftsplänen: Netflix hat bereits einen unterschriebenen Deal in der Tasche, während Paramount Skydance mit einem Gegenangebot Druck macht. Heute läuft ein exklusives Verhandlungsfenster aus – und damit steigt der Zeitdruck für eine Entscheidung. Wie stark kann Paramount sein Angebot noch nachschärfen, ohne dass die Risiken der eigenen Konstruktion überwiegen?

Zwei Angebote – zwei Strategien

Netflix hat sich nach Angaben aus dem Quelltext vertraglich bindend die Studio- und Streaming-Sparte gesichert. Das Paket hat ein Gesamtvolumen von 82,7 Mrd. US-Dollar und entspricht 27,75 US-Dollar je Aktie in bar – allerdings eben nicht für den gesamten Konzern, sondern nur für die genannten Bereiche.

Paramount Skydance geht deutlich offensiver vor: Das Konsortium versucht eine feindliche Übernahme des kompletten Entertainment-Konzerns. Das Angebot liegt bei 108,4 Mrd. US-Dollar bzw. 30,00 US-Dollar je Aktie in bar. In den Vorgesprächen soll zudem signalisiert worden sein, dass eine Erhöhung auf 31,00 US-Dollar je Aktie möglich wäre.

Warum Netflix den Deal verteidigt

Über das Wochenende wurde der Ton spürbar schärfer. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos machte bei der BAFTA-Gala öffentlich klar: Wenn Paramount gewinnen wolle, müsse schlicht ein besseres Angebot auf den Tisch – Netflix verweise dabei auf die bereits unterschriebene Vereinbarung.

Netflix greift zugleich die Gegenseite inhaltlich an. Ein Zusammenschluss rund um Paramount würde laut Netflix eine Gesamtverschuldung von 84 Mrd. US-Dollar tragen. Um das zu stemmen, seien – so die Kritik – Kosteneinsparungen von geschätzt 16 Mrd. US-Dollar nötig. Damit rückt nicht nur der Kaufpreis in den Fokus, sondern die Frage, wie „sicher“ ein Deal am Ende wirklich durchziehbar ist.

Zusätzliche Zusagen – und Gegenwind aus der Branche

Paramount versucht, sein Angebot mit finanziellen Zusicherungen attraktiver zu machen. Dazu gehört eine quartalsweise „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar je Aktie, falls sich Genehmigungen nach dem 31. Dezember 2026 verzögern. Außerdem will Paramount die 2,8 Mrd. US-Dollar schwere Abbruchgebühr übernehmen, die bei einer Kündigung des Netflix-Deals fällig wäre.

Gleichzeitig kommt Widerstand aus der Filmbranche: Regisseur James Cameron kritisierte in einem Schreiben an einen US-Senator den geplanten Netflix-Deal als Risiko für das Kinoerlebnis. Konkret stört ihn das von Netflix vorgeschlagene 17-Tage-Kinofenster; er fordert mindestens 45 Tage.

Unterm Strich bleibt der Vorstand von Warner Bros. Discovery dennoch auf Linie: Obwohl die kartellrechtliche Wartefrist des US-Justizministeriums (Hart-Scott-Rodino) am 19. Februar abgelaufen ist, empfiehlt das Gremium laut Quelltext weiterhin einstimmig die Netflix-Transaktion.

Zum Fahrplan: Heute, am 23. Februar 2026, endet die siebentägige Verhandlungsfrist, die Netflix für Gespräche mit Paramount eingeräumt hatte. Die verbindliche Aktionärsabstimmung über den Netflix-Deal ist für den 20. März 2026 angesetzt.

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Diskussion zu Warner Bros. Discovery (A)

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.