Nach einem monatelangen Bieterwettstreit ist die Entscheidung gefallen: Paramount Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery in einer Transaktion im Wert von rund 110 Milliarden US-Dollar. Während Konkurrent Netflix das Nachsehen hat, nutzen die Führungskräfte des übernommenen Medienkonzerns das historische Abkommen bereits für umfangreiche Aktienverkäufe.
Paramount sticht Netflix aus
Das Angebot von 31 US-Dollar pro Aktie in bar überzeugte den Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery (WBD) Ende Februar vollends. Paramount Skydance setzte sich damit final gegen Netflix durch. Der Streaming-Rivale lehnte es ab, die aufgestockte Offerte mitzugehen, und zog sich aus dem Rennen zurück. Paramount zahlte Netflix dafür eine vertraglich vereinbarte Ausfallgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar.
Verantwortlich für den Zuschlag an Paramount waren neben dem höheren Barpreis vor allem bessere Absicherungen. Der Käufer akzeptierte eine auf 7 Milliarden US-Dollar erhöhte Vertragsstrafe, sollte die Übernahme an den Kartellbehörden scheitern. Damit sicherte sich WBD massiv gegen regulatorische Risiken ab.
Führungsetage macht Kasse
Kaum war das Abkommen unterzeichnet und ein reguläres Handelsfenster nach den Quartalszahlen geöffnet, handelte die WBD-Führungsriege. Zahlreiche Top-Manager machten umgehend Kasse. Allen voran CEO David Zaslav, der am 3. März gut vier Millionen Aktien im Wert von über 114 Millionen US-Dollar veräußerte. Auch Finanzchef Gunnar Weidenfels und Streaming-Leiter JB Perrette stießen millionenschwere Aktienpakete ab.
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Aktuell notiert der Titel bei 23,98 Euro und weist seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von 1,42 Prozent auf. Der deutliche Abschlag zum vereinbarten Übernahmepreis von umgerechnet rund 31 US-Dollar spiegelt die verbleibende Unsicherheit des Marktes bis zum tatsächlichen Vollzug der Transaktion wider. Die Ende Februar vorgelegten, eher durchwachsenen Quartalszahlen – WBD verfehlte die Gewinnerwartungen, schlug aber die Umsatzprognosen leicht – spielen für die Preisbildung der Aktie nun eine untergeordnete Rolle. Analysten der Deutschen Bank reagierten bereits auf die neuen Realitäten, senkten das Rating auf „Halten“ und passten das Kursziel exakt an den Übernahmepreis an.
Konkreter Fahrplan bis zum Abschluss
Bis zur endgültigen Verschmelzung der beiden Medienimperien stehen noch umfassende Prüfungen an. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC signalisierte bereits eine positive Grundhaltung: Der Vorsitzende Brendan Carr bezeichnete die Paramount-Offerte als regulatorisch unproblematischer im Vergleich zu einem Netflix-Deal und rechnet mit einer zügigen Genehmigung.
Der Vollzug der Transaktion ist fest für den Zeitraum zwischen September und Dezember 2026 eingeplant. Sollte sich der Abschluss über den 30. September hinaus verzögern, greift eine Schutzfunktion für die WBD-Aktionäre: Sie erhalten in diesem Fall für jedes weitere Quartal eine Entschädigung von 0,25 US-Dollar pro Aktie.
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