Walmart hat einen exklusiven Club betreten: Mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar notiert der Einzelhandelsriese nahe seinem Allzeithoch. Aktuell kostet die Aktie 112,00 Euro – das entspricht einem Jahresplus von gut 29 Prozent und einem Vorsprung von rund 16 Prozent seit Januar. Doch je höher der Kurs klettert, desto lauter werden die kritischen Stimmen.
Analysten uneins über Bewertung
Die einen sehen noch Luft nach oben, die anderen warnen vor überzogenen Erwartungen. Morgan Stanley bekräftigt die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 140 Dollar – das verspricht weiteres Potenzial. Die Begründung: Walmarts sogenannter Flywheel-Effekt, bei dem die schiere Größe von Filial- und E-Commerce-Geschäft in margenstarke Bereiche wie Werbung und Datenmonetarisierung fließt.
Die Gegenseite verweist auf die Kennzahlen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 47,6 weit über dem Fünfjahres-Median von 36,4. Citigroup-Analysten sehen zudem Risiken durch steigende Benzinpreise, die vor allem die Kaufkraft von Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen belasten. Ein potenzieller Bremsklotz für künftiges Umsatzwachstum.
Amazon überholt Walmart beim Umsatz
Parallel dazu verschiebt sich das Kräfteverhältnis im Einzelhandel. Neueste Daten über zwölf Monate zeigen: Amazon hat Walmart beim Gesamtumsatz erstmals überholt – 742 Milliarden Dollar gegen 713 Milliarden Dollar. Ein historischer Wendepunkt.
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Allerdings: Im reinen Einzelhandel bleibt Walmart die Nummer eins. Der Quartalsumsatz von 191 Milliarden Dollar übertrifft Amazons Einzelhandelserlöse von 70 Milliarden Dollar deutlich. Um diesen Vorsprung zu sichern, baut Walmart seine Lieferinfrastruktur massiv aus. Der Same-Day-Service soll bis Jahresende 95 Prozent der US-Haushalte erreichen.
Fokus auf margenstarke Geschäfte
Investoren sehen Walmart zunehmend als technologiegetriebene Handelsplattform, nicht mehr als defensiven Supermarkt-Titel. Die Werbesparte „Walmart Connect“ wuchs zuletzt um 41 Prozent. Hinzu kommen Milliardeninvestitionen in Eigenmarken und die Lieferkette – zuletzt eine Milchverarbeitungsanlage für 350 Millionen Dollar. Ziel: höhere Margen, weniger Abhängigkeit vom margenschwachen Lebensmittelgeschäft.
Im Mai legt der Konzern die Quartalszahlen vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,65 Dollar bei einem Umsatz von rund 174,6 Milliarden Dollar. Im Juni folgt die Hauptversammlung – mit einem brisanten Tagesordnungspunkt: Ein Reformvorschlag zur Kumulativstimmrechten zielt auf die Macht der Gründerfamilie ab, die rund 44 Prozent der stimmberechtigten Aktien kontrolliert. Ein Signal, dass Anleger zunehmend auf Governance-Strukturen achten.
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