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Walmart Aktie: 2,4 Milliarden Dollar Zoll-Rückerstattung

Walmart baut Logistik um und senkt Preise mit Zoll-Rückzahlungen. Die Aktie fällt unter wichtige Marken, während Insider verkaufen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Logistikprogramm „Prepaid Consolidation“
  • Aktie unter 50-Tage-Durchschnitt gefallen
  • Walton-Familie verkauft Aktienpaket
  • Milliarden-Rückzahlung für Preissenkungen

Walmart stemmt sich gegen steigende Transportkosten. Der US-Einzelhandelsriese baut seine Lieferkette grundlegend um. Während die Aktie technisch unter Druck gerät, bereitet das Management eine Milliarden-Offensive für Kunden vor.

Effizienz durch Bündelung

Das neue Programm trägt den Namen „Prepaid Consolidation“. Lieferanten müssen Waren nicht mehr an viele einzelne Standorte schicken. Stattdessen bündelt Walmart die Lieferungen über eine einzige nationale Bestellung an zentralen Sammelstellen.

Parallel dazu übernimmt der Konzern die Feinverteilung selbst. Über das eigene Netzwerk gelangen die Produkte in 42 regionale Verteilzentren. Lieferanten können Sendungen direkt koordinieren oder Partner wie C.H. Robinson, Hub Group und RJW Logistics nutzen. Mike Gray, Leiter der Lieferkette bei Walmart USA, will so die Komplexität senken und die Bestände stabil halten.

Technischer Druck und Insider-Verkäufe

An der Börse herrscht derzeit Skepsis. Die Aktie fiel zuletzt unter wichtige technische Marken. Mit einem Kurs von 102,10 Euro notiert das Papier nun unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 108,48 Euro.

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Innerhalb der letzten sieben Tage verlor der Titel über neun Prozent an Wert. Marktbeobachter richten den Blick nun auf den 200-Tage-Durchschnitt bei 98,44 Euro. Dieser könnte als nächste Unterstützung dienen.

Für Unruhe sorgten Verkäufe der Gründerfamilie. Der Walton Family Holdings Trust stieß Aktien im Wert von rund 254 Millionen Dollar ab. Trotzdem hält der Trust weiterhin über 500 Millionen Anteile am Unternehmen.

Finanzvorstand John David Rainey setzt derweil auf eine aggressive Preisstrategie. Walmart erwartet Rückerstattungen aus historischen Zöllen in Höhe von bis zu 2,4 Milliarden Dollar. Diese Mittel stammen aus erfolgreich angefochtenen Abgaben nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs. Walmart will diese Ersparnisse nutzen, um den Druck durch die Inflation für seine Kunden abzufedern. Damit investiert der Konzern direkt in niedrigere Verkaufspreise, um die Nachfrage in einem schwierigen Umfeld zu stützen.

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