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W.R. Berkley Aktie: Gewinneinbruch schockt Anleger

Der Versicherungskonzern meldet einen Gewinneinbruch von 22 Prozent im vierten Quartal, obwohl die Umsätze die Erwartungen deutlich übertrafen. Schwache Investments und höhere Schadenrückstellungen belasten das Ergebnis.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn je Aktie sinkt deutlich auf 1,13 Dollar
  • Umsatz übertrifft Analystenerwartungen um 16,6 Prozent
  • Aggressive Aktienrückkäufe im Wert von 196 Millionen Dollar
  • Bank of America senkt Kursziel auf 66 Dollar

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 liegen auf dem Tisch – und die fallen durchwachsen aus. Der Versicherungskonzern meldete einen Gewinn je Aktie von 1,13 Dollar, was zwar den Erwartungen der Analysten entsprach, aber einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt. Im vierten Quartal 2024 hatte das Unternehmen noch 1,44 Dollar je Aktie verdient. Unterm Strich sank der Gewinn von 576,10 Millionen auf 449,51 Millionen Dollar – ein Minus von 22 Prozent.

Die Umsatzseite zeigt sich hingegen robust: Mit 3,72 Milliarden Dollar übertraf W.R. Berkley die Konsensschätzung von 3,19 Milliarden deutlich. Das entspricht einem Umsatzplus von 16,61 Prozent gegenüber den Erwartungen und einem moderaten Anstieg von 2 Prozent im Jahresvergleich auf 3,00 Milliarden Dollar. Die Frage drängt sich auf: Warum bricht der Gewinn ein, während die Einnahmen steigen?

Schwache Investments belasten das Ergebnis

Die Antwort liefert ein Blick unter die Motorhaube. BofA Securities identifizierte zwei Hauptbelastungsfaktoren: Zum einen fielen die Erträge aus alternativen Investments enttäuschend aus und drückten das Ergebnis um 0,08 Dollar je Aktie. Zum anderen entwickelten sich die Schadenrückstellungen ungünstiger als erhofft, was weitere 0,06 Dollar je Aktie kostete. Teilweise aufgefangen wurde dieser Druck durch höhere Erträge aus klassischen Investments, die immerhin 0,04 Dollar je Aktie beisteuerten.

Die Bank of America Securities reagierte prompt und senkte ihr Kursziel von 69 auf 66 Dollar – bestätigte aber ihr neutrales Rating. Interessanterweise liegt dieser Zielwert unterhalb der Fair-Value-Schätzung von InvestingPro, was auf eine mögliche Unterbewertung hindeutet. Die Aktie weist aktuell ein moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 auf.

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Aktienrückkäufe statt Wachstum

Bemerkenswert ist die Strategie des Managements: Im vierten Quartal kaufte W.R. Berkley eigene Aktien im Wert von 196 Millionen Dollar zurück – fast viermal mehr als die von BofA prognostizierten 50 Millionen. Diese aggressive Buyback-Politik signalisiert, dass die Führungsriege Aktienrückkäufe gegenüber organischem Wachstum bevorzugt. Ein klares Statement zur Prioritätensetzung.

Die Marktreaktion fällt verhalten aus: In den letzten drei Monaten verlor die Aktie 6,47 Prozent, steht aber auf Jahressicht mit plus 13,02 Prozent noch im Plus. Der aktuelle Kurs liegt bei 66,91 Dollar. Analysten zeigen sich gespalten: In den vergangenen 90 Tagen gab es lediglich drei positive Gewinnrevisionen, aber neun negative. Das Momentum kippt offenbar.

Trotz des Gewinnrückgangs attestiert InvestingPro dem Versicherer einen perfekten Piotroski-Score von 9, was auf eine hervorragende finanzielle Gesundheit hindeutet. Die fundamentale Basis scheint solide – doch die operative Entwicklung wirft Fragen auf.

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