Der Volkswagen-Konzern hat im Streit um EU-Importzölle für in China produzierte Elektroautos einen wichtigen Durchbruch erzielt. Gleichzeitig wächst der interne Druck: Der Betriebsrat fordert nach einem starken Cashflow die Wiedereinführung gestrichener Bonuszahlungen. Die Aktie bewegt sich am Donnerstag um 103 Euro in einer engen Spanne.
Cupra Tavascan umgeht EU-Strafzölle
Volkswagen konnte mit der EU-Kommission eine Einigung für das Elektro-SUV Cupra Tavascan erzielen, das im chinesischen Werk Anhui vom Band läuft. Durch eine sogenannte Preisverpflichtung („Price Undertaking“) bleibt das Modell von den EU-Ausgleichszöllen verschont, die die Marge erheblich belastet hätten.
Der Tavascan fungiert als Imageträger der spanischen Konzerntochter und spielt eine zentrale Rolle im elektrischen Portfolio. Die Befreiung von den Strafzöllen sichert die Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt und schützt die Kalkulation des sportlichen E-SUV.
Betriebsrat verlangt Bonuszahlungen
Parallel formiert sich interner Widerstand gegen die strikte Sparpolitik des Vorstands. Nach Berichten über einen unerwartet starken Cashflow im abgelaufenen Geschäftsjahr fordert die Arbeitnehmervertretung die Wiedereinführung gestrichener Sonderzahlungen. Die Belegschaft müsse an der verbesserten Finanzlage beteiligt werden, argumentiert der Betriebsrat.
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Die Forderung trifft auf ein Management, das weiterhin konsequent Kosten senken will, um die operative Marge auf das angestrebte Niveau zu heben. Die kommenden Verhandlungsrunden dürften von diesem Konflikt geprägt sein.
China-Architektur nimmt Fahrt auf
Fortschritte meldet der Konzern bei der technologischen Neuausrichtung im wichtigsten Einzelmarkt. Die neue China Electronic Architecture (CEA) soll bis 2030 die Basis für den Großteil der lokal produzierten Fahrzeuge bilden. Durch eine zentralisierte Recheneinheit will Volkswagen die Entwicklungskosten signifikant senken.
Der erfolgreiche Abschluss im Zollstreit stärkt die Position im E-Segment, während die Debatte um Personalkosten die Effizienzstrategie auf die Probe stellt. Investoren beobachten, ob der Konzern den Spagat zwischen Kostendisziplin und Belegschaftsinteressen meistern kann.
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