Volkswagen zieht die Kostenschraube deutlich an: Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20% sinken. Der Hintergrund ist klar umrissen – mehr Druck durch chinesische Anbieter, Belastungen durch US-Zölle und weiterhin hohe Entwicklungsaufwände. Doch wie weit kann der Konzern dabei gehen, wenn gleichzeitig frühere Zusagen zu Standorten und Jobs im Raum stehen?
Die wichtigsten Punkte:
– Ziel: 20% Kostensenkung über alle Marken bis Ende 2028
– Bisher erzielt: Einsparungen im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich aus einem Programm, das vor drei Jahren startete
– Arbeitsplätze: Bereits vereinbart: 35.000 Stellen weniger bis 2030 (über natürliche Fluktuation)
– Nächster Termin: 10. März – vollständige Zahlen für 2025 und Ausblick für 2026
Interner Auftritt – Details bleiben offen
Laut Manager Magazin haben CEO Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz den Sparplan Mitte Januar bei einem internen Treffen mit Top-Führungskräften in Berlin vorgestellt. Reuters und The Guardian bestätigten den Bericht.
Konkrete Hinweise dazu, wo genau gespart werden soll und wie die Zusammenarbeit zwischen den Marken verbessert wird, blieben laut Bericht allerdings unklar. Damit ist der Rahmen gesetzt, aber die operative Ausgestaltung noch nicht öffentlich greifbar.
Werkschließungen – Konfliktlinie mit dem Betriebsrat
Im Bericht werden auch Werkschließungen als mögliche Option genannt. Gleichzeitig verwies die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo auf eine Ende 2024 getroffene Vereinbarung, die Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich ausschließt. Genau hier entsteht Reibungspotenzial: Ein ambitioniertes Kostenziel trifft auf klare rote Linien aus der Belegschaftsvertretung.
Warum der Druck steigt
Volkswagen begründet die Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen mit mehreren Faktoren:
– Der Absatz chinesischer Fahrzeuge in Europa wächst.
– US-Einfuhrzölle belasten besonders Audi.
– Die parallele Entwicklung von Verbrennern, E-Antrieben sowie Software bleibt teuer.
Als zusätzlicher Indikator für die angespannte Handelssituation: Das EU-Handelsdefizit mit China stieg 2025 laut Eurostat um 18% auf geschätzte 359,3 Mrd. Euro.
Eine positive Randnotiz: Vergangene Woche erhielt der Konzern eine Zoll-Ausnahme für den in China produzierten Cupra Tavascan – verbunden mit der Zusage, das Fahrzeug zu einem vereinbarten Mindestpreis zu verkaufen.
Am 10. März will Volkswagen die vollständigen Geschäftszahlen 2025 und den Ausblick für 2026 vorlegen – bis dahin äußert sich das Unternehmen laut Bericht nicht zu den Details des Kostensenkungsprogramms.
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